«Mein erstes Amtsjahr hätte nicht besser verlaufen können»
Seit 2017 wird unter den vom Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) mit Gold ausgezeichneten Klubs der «Verein des Jahres» per elektronischer Abstimmung gewählt.
Zum zweiten Mal unter den Auserwählten war der FC Pfäffikon. Nachdem es vor zwei Jahren «nur» zu Platz 3 reichte, setzte er sich nun dank 54 Prozent der über 1000 Stimmen mit grossem Vorsprung durch. «Das war schon eine schöne Überraschung», sagte Präsident Max Hächler im Anschluss der FVRZ-Gala in der Samsung Hall in Dübendorf.
Bei der Wahl zum «Verein des Jahres» gingen über die Hälfte aller Stimmen an den FC Pfäffikon. Wie ist das möglich?
Max Hächler: Zunächst ist die Wahl ja nicht den Besuchern im Saal vorbehalten, sondern man kann von überall her mit dem Handy abstimmen. Es richten also nicht nur die Leute im Saal. Wenn man die Mitglieder aus dem Klub animiert, kann also schon ein solches Ergebnis herauskommen.
«So nahm die Wahl vermutlich eine gewisse Dynamik an.»
Max Hächler, Präsident FC Pfäffikon
Dies dürften auch die anderen sechs Vereine versucht haben.
Vielleicht hat es uns geholfen dass der FCP am selben Abend die traditionelle 1980er/90er-Party im Chesselhuus organisiert hat. So nahm die Wahl vermutlich eine gewisse Dynamik an.
Um in die Auswahl zu kommen, muss man unter den sogenannten «Vorbildlichen Vereinen» Gold-Status erhalten. Wie erhält man den?
Jeder Verein hat die Möglichkeit, seine Tätigkeiten dem FVRZ einzureichen. Wir organisieren beispielsweise jedes Jahr ein Lager für 150 Junioren und machen ein zweitägiges Trainerseminar auf dem Barzloo mit zum Teil externen Referenten. Und wir achten darauf, dass unsere Leiter auch Trainerkurse belegen. Durch die eingereichten Aktivitäten ergibt sich eine Punktzahl, die der Verband mit Bronze, Silber oder Gold auszeichnet.
Dieser Erfolg verpflichtet womöglich. Was tut der FCP, um diesen Standard zu halten, respektive, was gibt es noch zu verbessern?
Wir wollen in erster Linie dieses Niveau halten. Unser Ziel ist es weiterhin, dass jedes Kind die Gelegenheit erhält, bei uns spielen zu können.
Sie haben also nicht wie andernorts bereits Wartelisten bei den Junioren?
Nein. Und wir hoffen auch, dass dies so bleibt. Auch wenn wir insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen einen grossen Zulauf haben. Der FCP hat nicht nur rund 600 Mitglieder, er hat vor allem auch 35 Mannschaften mit Spielerinnen und Spielern von unterschiedlichster Herkunft.
Und sportlich läuft es auch. Die erste Mannschaft hat gute Chancen, den Wiederaufstieg in die 2. Liga zu schaffen.
Das stimmt. Mein erstes Amtsjahr als Präsident hätte also fast nicht besser verlaufen können.
Goldener FC Bäretswil
An der FVRZ-Gala in Dübendorf bekam der FC Bäretswil (9%) bei der Wahl zum Verein des Jahres hinter Pfäffikon und Stäfa (18%) die drittmeisten Stimmen. Als weiterer Vertreter aus dem Oberland zählte der Walder Drazen Blazenovic bei den Schiedsrichtern zu den drei Nominierten. Er musste jedoch Cécile Winet (FC Einsiedeln) den Vorzug geben.
Zum Schluss der Veranstaltung wurde der FVRZ-Präsident Sandro Stroppa verabschiedet. Seit September ist der Effretiker neuer Präsident der Amateurliga und musste dadurch die Verbandsführung an Vizepräsidentin Rita Zbinden abtreten. Stroppa versprach, auch in der neuen Funktion sein Augenmerk auf den Breitenfussball zu richten.
Vorbildliche Vereine aus der Region. Gold: FC Bäretswil, FC Pfäffikon. – Silber: FC Fehraltorf, FC Hinwil, FC Russikon. – Weiter ausgezeichnet: FC Effretikon. – Total wurden 38 Klubs aus der Region Zürich geehrt.
