Nun ist der Extrameter gefragt
Nach fünfjähriger Abwesenheit ist der FC Effretikon in der 2. Liga zurück. Den Aufstieg schaffte die Mannschaft von Trainer Flakon Halimi auf eindrückliche Art. Die Effretiker distanzierten die zweitklassierten Bülacher um gleich acht Punkte. Sie kassierten nur eine einzige Niederlage und erzielten 75 Tore – das sind im Schnitt deutlich über drei pro Partie.
Routinier Christoph Panzer sagt, er sei schon länger überzeugt gewesen, dass mit der Qualität dieser Mannschaft die 2. Liga drin liegen müsse, die Stabilität aber habe gefehlt. «Jetzt griffen die Zahnrädchen ineinander.» Dem Einsatz und der Disziplin schenkte man die nötige Aufmerksamkeit. «Denn nur mit Talent gewinnt man keinen Blumentopf.»
«Allenfalls fehlt uns ein wenig die Erfahrung. Dafür sind wir hungrig.»
Flakon Halimi, Trainer
Eine Spielklasse weiter oben weht ein anderer Wind, das Tempo ist höher, Fehler werden konsequenter bestraft. Das alles wissen die Effretiker. Sie gehen die Aufgabe mit Respekt an, wollen aber gleichwohl ohne Angst auftreten und im Kampf um den Ligaerhalt auf die Stärken setzen, die ihnen zuletzt zum Erfolg verhalfen.
Nicht nur hinten hineinstehen
Sowohl Trainer Halimi als auch Panzer sprechen beispielsweise davon, man müsse bereit sein, den Extrameter zu machen. «Wir wollen für Furore sorgen», sagt Halimi und kündigt an, der FCE werde nicht nur hinten hineinstehen, sondern den Erfolg mit spielerischen Mitteln anstreben. «Wir haben nichts zu verlieren.»
Das Gesicht der Mannschaft hat sich nur geringfügig verändert. Interessant: Immerhin acht Spieler stehen im Kader, die im Herbst 2013 die bis jetzt letzte Zweitliga-Saison in Angriff nahmen. Vier Zuzüge vermeldet der FCE. Angreifer Enis Murati, der zuletzt für Dübendorf 2 achtmal traf, ist einer davon. Ein merklicher Substanzgewinn sieht zwar anders aus. Das weiss Halimi. «Allenfalls fehlt uns ein wenig die Erfahrung», sagt er, «dafür sind wir hungrig.»
FC Effretikon Saison 2019/2020
Trainer: Flakon Halimi (37), seit Frühjahr 2017
Tor: Mathijs Kläy (25), Labinot Bytyci (25). – Verteidigung: Adrian Aregger (26), Alexander Heimgartner (20), Roman Lienhard (25), Lars Peter (28), Dario Schanz (25), Daniele Steiner (19), Marc Schneller (23). – Mittelfeld: Jason Amoako Baah (21), Christian Bärtschi (21), Boris Dabic (28), Fabian Danko (26), Orhan Emrulahi (20), Adrian Fahrni (26), Bojan Jevtic (27), Marc Müller (27), Quentin Müller (19), Dylan Nygari (20), Drilon Gashi (21), Kim Schärz (21), Jahjo Zulfikari (24). – Angriff: Roman Giger (20), Enis Murati (28), Christoph Panzer (33).
Zuzüge: Labinot Bytyci, Enis Murati (beide Dübendorf), Drilon Gashi (Virtus Badolato), Bojan Jevtic (Oetwil am See). – Abgänge:
Yannick Meier (2. Mannschaft), Andreas Andreadis (Hellas), Görkhan Sentürk (Oberwinterthur), Florian Bannwart (?).
