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Fussball

Erst punkten, dann angreifen

Der FCD geht nach dem Abstieg mit einem neuen Trainer, aber praktisch derselben Mannschaft in die Zweitliga-Saison.

Tim Bissegger und der FC Dübendorf gelten bei der Konkurrenz als Aufstiegsfavoriten.

Archivfoto: Christian Merz

Erst punkten, dann angreifen

Bei der Konkurrenz ist der FC Dübendorf oft genannter Aufstiegskandidat. Weitaus defensiver äussern sich die Verantwortlichen des Glattaler Klubs. «Wir wollen sofort punkten und uns bis zur Winterpause eine gute Position im Mittelfeld der Tabelle erarbeiten. Und dann in der Rückrunde angreifen», sagt Marcello Stellato.

Der neue Trainer nennt Kilchberg-Rüschlikon und YF Juventus 2 als warnende Beispiele. Die beiden Mannschaften waren einst nach dem ersten Abstieg gleich noch in die 3. Liga durchgereicht worden. In der Favoritenrolle sieht der 55-Jährige vielmehr Oerlikon/Polizei, Phönix Seen, Aufsteiger und Cup-Finalist SV Schaffhausen sowie Lokalrivale Uster.

Eine gute Basis

An seiner vormaligen Wirkungsstätte Horgen hatte Stellato gleich zu Beginn quasi ein neues Team zusammenstellen müssen. Ganz anders ist die Ausgangslage beim FCD. Nahezu alle Leistungsträger hielten dem Verein auch nach der Relegation aus der Interregio die Treue. Stellato musste deshalb nur etwas an den Stellschrauben drehen.

«Mit dieser guten Basis ist es doch weitaus angenehmer», betont der Coach. Immerhin: Mit Rückkehrer Yves Holbe (von Schwamendingen) und Orhan Cavgin (Urdorf) sorgen – neben den zahlreichen Jungen – zwei bestandene Kräfte für Blutauffrischung im Kader.

Der bald 43-jährige «Turnschuh»

Vor allem die Verpflichtung von Cavgin fällt auf. Der Verteidiger wird im November 43 Jahre (!) alt. «Beim Konditionstest war er vorne mit dabei. Er ist fit wie ein Turnschuh», sagt Stellato. Etwas grotesk: Vor einigen Jahren hätte Cavgin bereits einmal fast unter Stellato bei den Blue Stars gespielt. «Ich sagte ihm aber aus Altersgründen ab», erinnert sich der Trainer zurück.

Für Routinier Cavgin ist der Wechsel zum FCD übrigens nach fast unzähligen Stationen auch so etwas wie die Rückkehr in die Region. Immerhin hatte der Abwehrspieler einst sämtliche Stufen bis in die erste Mannschaft beim FC Wetzikon durchlaufen, ehe er Ende der 1990er Jahre wegzog. Später gab Cavgin noch ein halbjähriges Intermezzo in Hinwil (2007).

FC Dübendorf Saison 2019/2020

Trainer: Marcello Stellato (66), neu

Tor: Thierry Ursprung (25), Daniel Gasser (26), Alan Omerovic (17). – Verteidigung: Kelly Jäggli (30), Basil Frefel (24), Paulin Kqira (28), Tim Bissegger (21), Orhan Cavgin (42), Luca Pergolis (24), Ivan Sisic (20), Mirko Iasiello (21), Arbi Velijaj (20), Stefanos Georgalis (21), Evripidis Blantas (23). – Mittelfeld: Kevin Hediger (25), Cédric Nef (23), Ricardo Da Silva (19), Adriano Pergolis (24), Yves Holbe (26). – Angriff: Delil Ferati (19), Enis Gashi (21), Ali Hoti (27), Daniel Angliker (25), Rafael Exposto (18), Dario Schuler (25), Marko Marjanovic (26).

Zuzüge: Orhan Cavgin (Urdorf), Marko Marjanovic (Thalwil), Enis Gashi (Goberling/AUT), Yves Holbe (Schwamendingen), Rafael Exposto (Wollishofen), Jeton Saliu, Ricardo Da Silva, Dioxhem Peci, Arbi Velijaj (eigener Nachwuchs). – Abgänge: Mathias Kleinheinz, Cristiano Teixeira (beide Bassersdorf), Marcelo Miranda (YF Juventus 2), Corsin Bundi, Vassilis Sourllis (beide Ausland), Gabriel Deuber (verletzt).

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