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Kurz vor der Saison arbeitslos

Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt in den Schweizer Profiligen hat der Wetziker Steven Deana noch keinen neuen Vertrag. Möglich ist weiter ein Verbleib beim FC Aarau – oder auch ein Wechsel ins Ausland.

Der Wetziker Goalie Steven Deana darf noch immer mit dem FC Aarau trainieren.

Foto: Keystone

Kurz vor der Saison arbeitslos

Seit Anfang Juli ist Steven Deana offiziell arbeitslos. Aus der Ruhe lässt sich der Wetziker aber deshalb nicht bringen. « Ich war noch nie in einer solchen Situation. Doch ich habe meine Qualitäten und bin mit 29 im besten Fussball-Alter. »

Tatsächlich bringt Deana einen Rucksack von fast 100 Spielen in der Challenge League und Erfahrung aus der höchsten Liga mit. Den Grossteil der Partien bestritt er für den FC Aarau.

Im Training beim alten Verein

Und bei seinem langjährigen Verein darf der Torhüter auch weiterhin mittrainieren. Ende Juni bestritt Deana sogar noch ein Testspiel mit dem FCA gegen den Super-League-Klub Thun (0:1) – unmittelbar vor Ablauf seines Vertrags.

« Ich habe ein gutes Verhältnis zum Verein » , betont er, und nennt dabei Sportchef Sandro Burki namentlich.

Möglich ist tatsächlich weiterhin ein Verbleib auf dem Brügglifeld. Zwei Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt beim FC Winterthur haben die Aargauer nämlich noch immer keine eigentliche « Nummer 1 » .

Doch: Die (auch kostengünstigere) Wunschlösung der Aargauer heisst Djordje Nikolic. Die Rückkehr des Stammgoalies der letzten Saison war unlängst von Sportchef Burki auf 50 Prozent beziffert worden. Nur: Für den Serben gibt eben auch weitere Interessenten.

Der 22-Jährige hat beim FC Aarau einen starken Eindruck hinterlassen. Im Sommer 2018 war das Torhütertalent nach Deanas im Training erlittenen schweren Handverletzung vom FC Basel erstmals für ein Jahr ausgeliehen worden.

Nikolic nahm nach dem missglückten Meisterschaftsstart sogleich eine wichtige Rolle bei der Aargauer Aufholjagd ein, die im Juni beinahe mit dem Wiederaufstieg in die Super League gegipfelt hätte.

Für Deana blieb da nach seiner Genesung ab Anfang Jahr nur noch die Zuschauerrolle. « Dem Team ist es gut gelaufen. Da hätte ich als Trainer auch nichts geändert » , beschrieb er unaufgeregt seine Position.

Ein familiärer Schicksalsschlag

Dazu rückte im März der Sport für ihn zwischeinzeitlich in den Hintergrund, als seine Mutter unerwartet stirbt.

Doch wie geht es nun weiter, wenn es mit dem FC Aarau nicht klappt? Die Torhüter-Stammplätze in den beiden höchsten Schweizer Ligen sind weitgehend schon besetzt.

«Ich bin für alles offen. Doch Italien wäre sehr reizvoll . »
Steven Deana, Torhüter aus Wetzikon

« Ich bewahre Geduld » , betont Deana. Als angehender Vater will der Oberländer keinen Schnellschuss bei der Wahl seines neuen Klubs tätigen und schliesst auch einen Wechsel ins Ausland nicht aus. Sein Berater sondiert dazu den Markt.

« Ich bin für alles offen. Doch Italien wäre sehr reizvoll » , sagt Deana. Bereits im letzten Jahr sollen vor seiner Verletzung einige Vereine ihr Interesse an ihm angemeldet haben.

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