«Wir haben eine Gurken-Saison anständig zu Ende gebracht», sagte Gossaus Assistenztrainer Andreas Häsler vor Wochenfrist nach dem geschafften Ligaerhalt in der 2. Liga. Die Oberländer waren im Vorfeld der Saison sogar zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt worden.
Doch der Begriff «Gurken-Saison» steht nebst dem FCG auch für einen Grossteil der restlichen Interregio- und Zweitliga-Teams aus der Region. Dazu passt: Nach dem Abstieg von Uster und Dübendorf spielt erstmals seit sechs Jahren mit dem FC Rüti künftig nur noch ein Klub in der 2. Liga interregional.
Es ist insbesondere ein Armutszeugnis für die Klubs aus der dritt- und viertgrössten Stadt des Kantons, wo die Verantwortlichen auch immer wieder mal beteuern, dass die Interregio oder sogar 1. Liga möglich sein müsste.
Anspruch und Wirklichkeit
Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen in beiden Fällen auseinander, sodass die sportlichen Abstürze nicht wirklich überraschend kommen. Der FC Dübendorf verlor im Vergleich zur ersten Interregio-Saison an Substanz und befand sich – auch weil von den Neuen kaum einer mehr als ein Mitläufer war – bald in Rücklage. Für die Glattaler spricht zwar die Konstanz und Kontinuität im personellen Bereich, zur nachhaltigen Etablierung auf Stufe Interregio fehlt so aber der Nährboden – trotz einer A-Junioren-Mannschaft auf Coca-Cola-League-Niveau.

