Gibt es die nächste Ustermer Niederlage?
«Ich weiss nicht, wie Uster die Sylas stoppen kann. Sie sind auf dem Höhepunkt ihrer Fähigkeiten», sagt Sokol Maliqi.
Der frühere Gossau- und Dübendorf-Trainer muss es wissen. Vor Wochenfrist verlor er mit Uzwil gegen den FC Rüti 0:2 – Doppeltorschütze war Taulant Syla. «Und wir konnten die beiden Brüder eigentlich noch gut in Schach halten», sagt er.
Am Samstag kommt es nun zum Interregio-Derby zwischen Uster und Rüti – für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Der FCR braucht einen Sieg, um den Anschluss zu Leader Kreuzlingen zu halten, und Uster droht bei einer weiteren Niederlage der Sturz unter den Abstiegsstrich.
Der Trend zeigt nach unten
Und es spricht tatsächlich wenig für den FCU: Aus den letzten acht Partien resultierte jahresübergreifend nur noch ein Sieg. In den ersten Partien der Rückrunde war er nun Kreuzlingen (1:3) und Amriswil (0:3) unterlegen.
Doch Usters Trainer Fabio Digenti sieht die Situation unaufgeregt. Er betonte unlängst, dass es für sein Team nur um den Klassenerhalt gehe. «Wir haben auf diese Saison hin viel Routine verloren und uns in der Winterpause auch nicht wirklich verstärkt».
Erschwerend dazu kommt die dünne Personaldecke in der Offensive, wo Denis Dzepo (gesperrt) und Bryan Sleiman (krank) ausfallen.
Gegen die Grossen punkten
Und die kommenden Aufgaben werden für den Interregio-Rückkehrer nicht einfacher. Mit Seuzach und Uzwil warten zwei weitere dicke Brocken. Für Digenti ist deshalb klar: «Wir müssen gegen einen dieser Grossen punkten.»
Es ist kein Ding der Unmöglichkeit. Immerhin bezwangen die Ustermer in der Vorrunde beispielsweise die Spitzenteams Kreuzlingen und Uzwil. Weshalb also kein Coup im Oberländer Derby? «Das ist nur möglich, wenn sich Rüti zu sicher fühlt», glaubt Uzwils Trainer Maliqi.
