Nichts mit dem Abstieg zu tun haben
«Wir möchten die letzte Saison bestätigen» und «wir wollen unter die ersten fünf», hiess es vor der Zweitliga-Saison bei den Verantwortlichen von Greifensee (Sportchef Rolf Imhof) sowie Gossau (Trainer Antonio Limata). Warum auch nicht? Die guten Platzierungen (5. resp. 3.) und der Cupsieg von Greifensee nährten diese Zuversicht.
In der Kennlernphase
Nur ein halbes Jahr später ist von der Aufbruchstimmung nicht mehr so viel zu spüren. Auf dem Grossriet ist der in der Winterpause verpflichtete Bruno Schyrr noch «in der Kennlernphase» und richtet trotz Rang 5 aufgrund der geringen Punktabstände sogar den Blick in die untere Tabellenregion. «Das darf man nicht ausser acht lassen», meint Schyrr.
Mittelfristig hat er sich zum Ziel gesetzt den Spielstil seines Teams weiter zu entwickeln. «Mehr agieren, als reagieren», ist sein Credo. Assistiert wird der 55-Jährige an seiner neuen Wirkungsstäte von Jürg Lattmann, dem früheren Trainer des FC Wald.
Gossaus Ege fällt weiter aus
In Gossau spricht derweil Coach Limata von einer «unglücklichen Vorrunde – mit Verletzungspech, aber auch Unvermögen». Gerademal von Platz 9 aus starten die Oberländer in der zweite Meisterschaftshälfte der Gruppe 2.
Der wegen einer Handverletzung bisher gänzlich ausgefallene Torhüter Patrick Ege befindet sich zwar im Aufbautraining, der Zeitpunkt seines Comebacks ist aber trotzdem noch in einiger Ferne. Eges junger Ersatz Marc Fankhauser entwickelte sich aber schnell zu einem guten Rückhalt. Sowieso zieht Limata ein positives Fazit aus der Vorbereitungsphase. «Die Spieler waren voll bei der Sache», betont er.
Der FCG hat am Sonntag in Schwamendingen eine vermeintlich einfache Lösung zu bewältigen. Die Stadtzürcher stehen als designierter Absteiger punktlos am Ende der Tabelle, krempelten aber in der Winterpause wiederholt das Kader um. «Sie haben nichts zu verlieren», warnt deshalb Limata.
Brüttisellen mit vier Neuen
Direkt hinter Gossau unmittelbar über dem Abstiegsstrich klassiert ist der FC Brüttisellen-Dietlikon. Der Aufsteiger hat sich im Gegensatz zu den anderen Teams aus der Region gleich mit vier Neuen verstärkt.
Rückkehrer Dario Quattrocchi und der Erstliga-erprobte Fejaz Zecirovci dürften dabei sogleich wichtige Rollen einnehmen. Brüttisellen-Dietlikon scheint damit zumindest besser gerüstet, als beim letzten erfolglosen Anlauf in der 2. Liga (2016/17). «Wir wissen was uns erwartet. Die Rückrunde wird noch schwieriger», begründet Trainer Robert Merlo die Transferoffensive.
