Noch ist er Kurzarbeiter. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde Adrian Nikci am Dienstagabend bei seinem neuen Klub FC Schaffhausen für die letzten Minuten eingewechselt. Grosse Akzente konnte der Ustermer aber nicht mehr setzen. Nur noch zu acht agierte sein Team nach drei Platzverweisen – mit der 1:3-Niederlage gegen den zuvor noch sieglosen FC Aarau war es damit sogar gut bedient.
Vor Wochenfrist war dies noch ganz anders, als Nikci ausgerechnet im Schweizer Cup gegen die Young Boys für Jubelstürme beim Challenge-League-Verein sorgte. Tief in der Nachspielzeit stocherte Nikci da den Ball zum 2:2-Ausgleich über die Linie, und erzwang so eine Verlängerung.
Die grosse Überraschung gegen den Schweizer Meister blieb aber letztlich doch aus. Und besonders herausstreichen will der 28-Jährige das Tor ohnehin nicht – auch wenn es ihm ausgerechnet gegen einer seiner Ex-Klubs gelang und es sein erster Treffer in einem Pflichtspiel nach über zwei Jahren Durststrecke ist. «Es war ein kleiner Schritt, mehr nicht. Ich brauche einfach Spielpraxis und will mir diese auch erkämpfen», sagt er.
Behutsamer Aufbau
Ein Lob gab es aber trotzdem von FCS-Trainer Boris Smiljanic. «Man hat noch in anderen Szenen seine Klasse gesehen», vermerkte er zufrieden. Wunder erwartet der frühere Profi von GC in den nächsten Wochen aber noch nicht. Er will Nikci behutsam aufbauen, und hofft dass der Flügelspieler bis Anfang 2019 bereit ist, um dann richtig zu attackieren. «Natürlich ist es das Ziel, dass uns Adrian mit seinen aussergewöhnlichen Fähigkeiten weiterhilft. Zuerst ist aber wichtig, dass er gesund bleibt», betont Smiljanic.

