Eigentlich traute Rüti-2-Trainer Salih Kurtisi seinem Team nach dem souveränen Aufstieg in die 3. Liga sogleich einen Platz im Mittelfeld der Tabelle zu. Als er dann aber von der Zusammenstellung der Gruppe 6 erfuhr, musste er zuerst einmal leer schlucken. «Ich war schon sehr überrascht», sagt der 34-Jährige und korrigierte sein Saisonziel sogleich nach unten. «Mit dem Ligaerhalt könnten wir mehr als nur glücklich sein.»
Die Gruppe 6 hat es tatsächlich mit gleich zwei Absteigern und weiteren ambitionierten Klubs aus dem Oberland und vom Zürichsee in sich. Bemerkenswert auch: Als einzige zweite Mannschaft überhaupt wurde der FC Rüti eingeteilt. Verstecken will sich der Neuling deshalb aber noch lange nicht. Kurtisi freut sich auf die vielen Derbys und sagt: «Wir werden selbst die Initiative übernehmen, und nicht nur reagieren.» Und: Er sieht sein Team in der Rolle des Spielverderbers.
Ein guter Saisonstart als Basis
Kurtisis Vorgabe an die Spieler ist deutlich: «Zehn Punkte aus den ersten fünf Partien.» Es wirkt auf den ersten Blick als doch eher mutiges Ziel. Der Grund dürfte das Startprogramm unter anderem mit den Partien gegen Mitaufsteiger Mönchaltorf, Oetwil am See und Weisslingen sein – alles Gegner in Reichweite der Rütner und damit direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib.
«Zehn Punkte aus den ersten fünf Partien.»
Trainer Salih Kurtisi

