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Fit machen für höhere Aufgaben

Trotz einer starken Saison kam es bei Pfäffikon 2 zu einem Trainerwechsel - Entwicklung ist wichtiger als die Resultate.

Die zweite Mannschaft des FC Pfäffikon, Ausgabe 2018/2019.

David Kündig

Fit machen für höhere Aufgaben

Für Aussenstehende kommt der bereits Anfang Mai angekündigte Wechsel auf der Position des Cheftrainers vielleicht etwas überraschend. Während der langjährige Coach Beat Aebi seinen Rückzug schon vor geraumer Zeit bekannt gab, war Paolo Fatati nur eine Saison lang Teamverantwortlicher beim FC Pfäffikon 2.

Überraschend deshalb, weil die Oberländer nach einer durchzogenen Meisterschaftsstartphase (5 Spiele, 2 Punkte) den beachtlichen vierten Platz in der Gruppe 3 erreichten. Und nicht zuletzt auch deshalb, weil der FCP in der Rückrunde nur noch zweimal als Verlierer vom Feld musste und damit letztlich die beste Klassierung überhaupt seit dem Wiederaufstieg vor fünf Jahren erreichte.

14 Jahre lang Juniorentrainer

Resultate sind das eine, die Entwicklung das andere. Die Vereinsführung wollte ein neues Kapitel aufschlagen und setzt hierbei mit Daniel Gruber auf einen bewährten Juniorentrainer aus den eigenen Reihen. Über 14 Jahre engagierte er sich in der Pfäffiker Nachwuchsabteilung – zuletzt als Coach der Ca-Junioren. Es ist daher schon fast selbsterklärend, dass Gruber einen Teil des Teams schon auf ihrem Weg in den ­Junioren begleitete – darunter auch seinen im Tor stehenden Sohn Yanick.

«Einige spielten schon im F-Alter bei mir», sagt er. Die individuelle Förderung steht bei ihm denn auch bei den Aktiven ganz klar im Vordergrund. «Mein Ziel ist es, die Spieler so vorzubereiten, dass sie für die erste Mannschaft bereit sind», sagt der 54-Jährige.

Mehr Struktur, mehr Ball

Vor allem zeigen die Worte auch deutlich auf, dass nicht ein erneut möglichst guter Tabellenplatz erste Priorität bei ihm geniesst. Gruber will seinem Team viel mehr ein strukturierteres Aufbauspiel vermitteln – und damit auch etwas weg vom «Kick and Rush». «Wir machen im Training alles mit dem Ball – selbst das Konditionstraining.» Dazu passt: Seinen Fokus legt er verstärkt auf die Offensive. «Wir möchten Tore machen, also spielen wir künftig auch mit zwei Angreifern», sagt Gruber und kündigt damit auch gleichzeitig eine An­passung des Systems an.

«Wir möchten Tore machen, also spielen wir künftig auch mit zwei Angreifern.»
Trainer Daniel Gruber

Die raue 3. Liga als Ausbildungsstätte für den jungen FCP 2? Warum nicht – gerade in dieser neu zusammengestellten Gruppe 3, in der sieben der zwölf Mannschaften eigentliche Reserveteams sind. Kein einziger Absteiger wurde der Gruppe zugeteilt, dafür aber gleich drei Aufsteiger. Und damit ist auch klar: Der Kreis an Favoriten ist ebenso überblickbar. Da müsste auch das von der Pfäffiker Vereinsführung geforderte Minimalziel Klassenerhalt ohne grössere Probleme zu realisieren sein.

Apropos Reserveteams: Es ist eine Bezeichnung, mit der Gruber sowieso wenig anfangen kann. «Wir sind doch keine Reserven, wir sind die zweite Mannschaft», sagt er bestimmt. Das gute Miteinander im Team ist ihm ein Anliegen. Eine wichtige Rolle nimmt hierbei das ebenso neue Assistenten-Duo ein. Die arrivierten Akteure Jan Altermatt und Jonathan Ferraro dienen Gruber so quasi als Bindeglied zwischen Alt und Jung – auf und neben dem Platz.

Tor: Yanick Gruber (17).
Verteidigung: Patrick Brügger (29), Simon Elliscasis (20), Fabio Maddaloni (24), Marc Moschin (17), Jean-Luc Oberholzer (17), Ivan Ravlija (18), Rafael Rüfenacht (27), Pascal Steiner (22),  
Mittelfeld: Jan Altermatt (25), Christian Cipolla (18), Jonathan Ferraro (27), Davide Fuso (18), Tim Hotz (18), Andre Pinheiro (30), Silvan Meier (24), Ramon Schmid (26), Corsin Steiner (22), Simon Steiner (25).
Sturm: Kevin Sandtner (26), Eric Tascione (21).

Trainer: Daniel Gruber (54), neu

Wir sagen: Rang 7
Der vierte Platz aus der Vorsaison ist natürlich nicht zu toppen. Doch im Zentrum steht beim FC Pfäffikon 2 ja ohnehin die Ausbildung. Es wird daher eine sorgenfreie Saison im Nirwana der Tabelle.

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