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Fussball

Eine Frage des Willens

Wald möchte mithilfe des neuen Trainers auf die letzte Saison reagieren.

Der FC Wald, Ausgabe 2018/2019.

David Kündig

Eine Frage des Willens

Es ist nicht übertrieben, Paco Sanchez als Pendler zu bezeichnen. Schliesslich schwingt er zwischen Profi- und Amateurfussball hin und her. Auf der einen Seite ist der 53-Jährige Teammanager des FC Wil und hat Aufgaben im Nachwuchs des Challenge-League-Klubs inne, auf der anderen Seite steht er fünf Ligen weiter unten beim FC Wald an der Seitenlinie. Worin der Reiz der Aufgabe an der Laupenstrasse liegt? Sanchez muss nicht überlegen. Der langjährige Trainer fragt sich: «Wie weit kann ich diese Mannschaft bringen?»

Sanchez ist neu im FC Wald. Normalerweise muss man in dieser Situation in den Anfangswochen erst einmal eine Auslegeordnung machen. Sanchez aber fing nicht bei null an. Weil man sich schon im Mai auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatte, nützte er die Chance, einige Walder Partien zu besuchen. Spielerisches Potenzial hat er dabei entdeckt. Und er hofft jetzt, dieses vermehrt abrufen zu können. Denn die vergangene Saison verlief so gar nicht nach dem Gusto der Walder. Der angestrebte nächste Schritt blieb aus, vom anvisierten Platz in den Top-4 war man als Achter deutlich entfernt. Nach zweieinhalb Saisons unter Jürg Lattmann und Gabriel Juric befand man in Wald deswegen bereits früh: Es ist Zeit für eine Veränderung.

Weiterentwicklung als Trumpf

An der Ausgangslage hat sich in Wald prinzipiell nichts geändert. Im Dorfverein setzt man auf eigene Spieler. Zumindest zwei externe Zuzüge können die Walder zwar verzeichnen. Doch ­Ahmadou Bachir Thiam stösst vom FC Adliswil dazu, weil er nach Wald gezügelt ist. Und Sandro Meier – laut Sanchez eine klare Verstärkung – kehrt vom FC Eschenbach zu seinem Stammklub zurück. Der Trainer hat kein Pro­blem damit, dass er nicht mithilfe von «Söldnern» sein Team verstärken kann. Im Gegenteil: Er freut sich darauf, «diejenigen besser zu machen, die da sind». Dazu gehört eben auch, die jungen Eigengewächse im 23-köpfigen Kader – gleich acht Spieler sind unter 20 Jahre alt – weiterzubringen.

«Ich habe eine sehr intakte Mannschaft, die willig ist, etwas zu erreichen.»
Trainer Paco Sanchez

Der neue Trainer ist guten Mutes, dass die Substanz genügend gross ist, um auf die ernüchternde letzte Saison eine passende Antwort geben zu können. Zwar schätzt man die Gruppe 6 als sehr stark ein, und es sind gleich mehrere aufstiegswillige Mannschaften darin auszumachen. Sanchez aber will nicht nur offensiv verteidigen lassen, sondern setzt auch gleich ein alles andere als defensives Ziel. Ein Platz in den Top 5 soll es sein, sagt er, «wobei der fünfte Platz natürlich realistischer ist als der dritte».

Sanchez mag nicht klagen

Was lässt ihn optimistisch nach vorne blicken? «Ich habe eine sehr intakte Mannschaft, die willig ist, etwas zu erreichen.» Der Wille sei letztlich entscheidend, findet der langjährige Trainer. Hilfreich wäre aber in jedem Fall ein guter Start. «Denn davon kann man zehren.»
Um die Chancen auf einen solchen zu erhöhen, müsste aber auch die Vorbereitung gut sein. Doch wie in vielen anderen Teams sind Absenzen ein Thema, worunter die Trainingsqualität leidet. Darüber klagen will Sanchez nicht. «Wichtig ist nicht, wer fehlt, sondern wer da ist.»

Torhüter: Stephan Bühlmann (19).
Verteidigung: Dominik Honegger (32), ­Sebastian Keller (29), Levin Schoch (17), Davor Juric (34), Vitush Yogarasa (21), Ivan Marrocco (31), Silvan Liechti (23), Lukas Tremp (25).
Mittelfeld: Stefan Juric (24), Hrvoje Serkenic (18), Dario Matassa (18), Ramon Marcon (16), Alex Messina (20), Chris Juric (23), Imran Iljazi (17), Eren Acar (18), Alexander Jetzer (22), Ahmadou Bachir Thiam (24).
Sturm: Boris Juric (26), Sandro Meier (23), Patrik Juric (18), Simon Rohrer (26).

Trainer: Paco Sanchez (54), neu

Wir sagen: Rang 8
Wald will mit einem neuen Trainer auf die enttäuschende letzte Saison reagieren. Ob dem FCW das gelingt, ist fraglich. Die Konkurrenzsituation hat sich verschärft, das Walder Team aber ist nicht substanziell besser.

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