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Fussball

Die Bestätigung als Knacknuss

Die Fehraltorfer wollen an ihre starke letzte Saison anknüpfen.

Der FC Fehraltorf, Ausgabe 2018/2019.

David Kündig

Die Bestätigung als Knacknuss

Vladimir Jakovljev ist immer für einen kernigen Spruch gut. Ein Beispiel dafür? Im Frühling darauf angesprochen, dass er mittlerweile der dienstälteste Trainer in der Region ist (Interregio, 2./3. Liga), meinte er nur trocken, auch ihm werde man in Fehraltorf irgendwann sagen: «Hau ab!». So weit aber ist es nicht. Es gibt allerdings gar keinen Grund, dem Trainerroutinier, der seit der Saison 2013/14 auf der Barmatt tätig ist, die Türe zu weisen.

Jakovljev seinerseits gefällt es im Dorfklub ausserordentlich gut. Für ihn ist der FCF «ein spezieller Verein». Vor allem die Philosophie, auf Eigengewächse zu setzen, befürwortet er. «So sollte es im Amateurfussball auch sein», sagt Jakovljev und verteilt grosszügig Lob. «Ich habe Freude an meinen Jungs. Der Vorstand unterstützt mich und lässt mich in Ruhe arbeiten.»

Hinten weniger, vorne mehr

Die sportliche Entwicklung der Fehraltorfer in den letzten Jahren lässt sich sehen. 2015 stiegen sie aus der 4. Liga auf. Seither haben sie sich stets ver­bessert. Über die Ränge 7 und 5 stiess die Mannschaft auf den 4. Platz vor. Sie erfüllte damit den Wunsch des ­Trainers, der sich mit dem FCF der Spitzengruppe weiter annähern wollte. Von einer «sehr guten Saison» spricht Jakovljev denn auch.

In der Rückrunde lief es zwar nicht mehr ganz so gut wie in der Vorrunde. Aber im Vergleich zur Vorsaison waren die Fehraltorfer insgesamt defensiv stabiler, legten in der Offensive aber dennoch zu. Kommt hinzu: Die Zeiten, in der auf hohe Siege wieder Kanterniederlagen folgten, liessen die Fehraltorfer hinter sich. Ausschlaggebend dafür dürfte sein, dass die Mannschaft von Jahr zu Jahr reifer wird.

«Aufstieg? Mit solchen Gedanken müssen wir uns gar nicht erst beschäftigen.»
Trainer Vladimir Jakovljev

Was heisst das jetzt für die kommende Saison? Ruft man in Fehraltorf den Angriff auf die Top 3 aus? Jakovljev winkt dezidiert ab. Auch darum, weil in der Gruppe 6 zahlreiche Mannschaften sind, die mehr Substanz als der FCF aufweisen und Aufstiegsambitionen hegen. «Mit solchen Gedanken müssen wir uns gar nicht erst beschäftigen», sagt Jakovljev. Das Ziel ist es laut dem Trainer, die Leistungen zu bestätigen. Eine knifflige Aufgabe.

Immer 90 Minuten korrekte Arbeit

Die Aussichten für eine weitere erfreuliche Saison sehen scheinen durchaus gut zu sein. Der Stamm der Mannschaft blieb intakt. Und die externen Zuzuge von Kristian Petrovic – er weist Interregio-Erfahrung auf – sowie Aleksandar Bogdanovic verstärken die auch heuer aufs Kollektiv setzende Equipe. Dass beispielsweise die Torproduktion auf viele Schultern verteilt ist und der FCF nicht am Tropf eines einzelnen Knipsers hängt, ist ganz nach dem Gusto des Trainers. Er hofft nun auf den nächsten Entwicklungsschub der Mannschaft. Ein wenig Kopfweh macht Jakovljev einzig das eher knappe Kader. Aus 20 Spielern besteht es momentan – viele Verletzte oder Sperren mag es da nicht leiden. «Sonst wird es schwierig.»

Einfach hingegen ist Jakovljevs Ansatz. Wenn auch nicht immer leicht umzusetzen. Er fordert von seinen Spielern nichts weniger, «als immer 90 Minuten korrekte Arbeit abzuliefern». Wohin das führen soll? «Das sehen wir dann.»

Torhüter: Riccardo ­Perreira (27), Marius Högger (25).
Verteidigung: Roger Egli (24), André Filipe Gaspar Novais (35), Jeffrey Medina de la Rosa (19), Christian Ott (23), Sandro Stefanutti (30).
Mittelfeld: Riccardo Aversa (23), Mirco Gorisek (19), Tizian Kienast (24), Claudio Ribeiro Do Rosario (30), Antonio Romano (28), Behir Sabani (31), Haben Tadese (20), Arton Tahiri (30), Genis Thaqi (22).  
Sturm: Aleksandar Bogdanovic (29), Fabio Cunha Lopes (23), Kristian Petrovic (23), Ilir Sabani (24).

Trainer: Vladimir Jakovljev (56), seit 2013/2014.

Wir sagen: Rang 4
Fehraltorfs Mannschaft mag nicht mit prominenten Namen bestückt sein. Dafür stimmt der Zusammenhalt. Und auch die Entwicklung. Die Fehraltorfer behaupten sich in der schwieriger gewordenen Gruppe. 

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