Vladimir Jakovljev ist immer für einen kernigen Spruch gut. Ein Beispiel dafür? Im Frühling darauf angesprochen, dass er mittlerweile der dienstälteste Trainer in der Region ist (Interregio, 2./3. Liga), meinte er nur trocken, auch ihm werde man in Fehraltorf irgendwann sagen: «Hau ab!». So weit aber ist es nicht. Es gibt allerdings gar keinen Grund, dem Trainerroutinier, der seit der Saison 2013/14 auf der Barmatt tätig ist, die Türe zu weisen.
Jakovljev seinerseits gefällt es im Dorfklub ausserordentlich gut. Für ihn ist der FCF «ein spezieller Verein». Vor allem die Philosophie, auf Eigengewächse zu setzen, befürwortet er. «So sollte es im Amateurfussball auch sein», sagt Jakovljev und verteilt grosszügig Lob. «Ich habe Freude an meinen Jungs. Der Vorstand unterstützt mich und lässt mich in Ruhe arbeiten.»
Hinten weniger, vorne mehr
Die sportliche Entwicklung der Fehraltorfer in den letzten Jahren lässt sich sehen. 2015 stiegen sie aus der 4. Liga auf. Seither haben sie sich stets verbessert. Über die Ränge 7 und 5 stiess die Mannschaft auf den 4. Platz vor. Sie erfüllte damit den Wunsch des Trainers, der sich mit dem FCF der Spitzengruppe weiter annähern wollte. Von einer «sehr guten Saison» spricht Jakovljev denn auch.
In der Rückrunde lief es zwar nicht mehr ganz so gut wie in der Vorrunde. Aber im Vergleich zur Vorsaison waren die Fehraltorfer insgesamt defensiv stabiler, legten in der Offensive aber dennoch zu. Kommt hinzu: Die Zeiten, in der auf hohe Siege wieder Kanterniederlagen folgten, liessen die Fehraltorfer hinter sich. Ausschlaggebend dafür dürfte sein, dass die Mannschaft von Jahr zu Jahr reifer wird.

