Der grosse Aufstiegsfavorit fehlt
Wer hat nach dem souveränen Start-Ziel-Sieg des FC Uster in der Gruppe 2 das Zeug für den Aufstieg? Ein klarer Favorit ist nicht zu eruieren. Sicher erneut ein schlagkräftiges Team stellen wird Phönix Seen. Ob die Winterthurer Spieler aber nach fast schon unzähligen gescheiterten Versuchen genug hungrig sind, ist zumindest fraglich. Zum Kreis der Kandidaten zählt Interregio-Absteiger FC Schaffhausen 2 – und vielleicht sogar Wiesendangen.
Die sich im letzten Winter in akuter Abstiegsgefahr befindenden Winterthurer bliesen mit einem verstärkten Team in der Rückrunde zur Aufholjagd. Der Lohn: Platz 6. Hält dieser Trend, wird der FCW zu einem echten Anwärter auf einen Spitzenplatz. Dafür spricht auch, dass mit Alban Hotnjani (33) ein weiterer Akteur mit reichlich Erstliga-Erfahrung zu den Wiesendangern wechselte.
Mehrere neue Trainer
Gespannt darf man auch auf den FC Bassersdorf sein. Der in der letzten Saison so enttäuschende Mitfavorit steigt nicht nur mit einem neuen Trainer (Gianni Lavigna) in die Saison. Im Kader kam es zu erheblichen Veränderungen – klar ist aber sowieso: Qualität ist weiterhin reichlich vorhanden.
Aus regionaler Sicht ist Gossau (3. Platz) und Greifensee (5.) wieder ein ähnliches Abschneiden zuzutrauen. Dem pflichtet auch Wallisellens Trainer Maurizio Fede bei, der insbesondere den Gossauern aufgrund der jüngsten Resultate und des Trainers einiges zutraut. «Der FC Gossau bringt ein gutes Paket mit. Er ist wie eine versteckte Mine», sagt er.
Etwas weniger Kredit geniesst der Vorsaison-Vierte Unterstrass. Der Stadtzürcher Quartierverein verlor nicht nur Trainer Luigi De Donno an Dübendorf, sondern auch eine Reihe von Leistungsträgern. Für das junge Gespann Caspar Frey (bisheriger Assistent) und Robert Hüsser (davor Nachwuchstrainer) wird die 2.-Liga-Premiere so zur echten Bewährungsprobe.
Einen Wechsel auf der Trainerposition hat auch Diessenhofen hinter sich. Die 70-jährige Trainerlegende Roland Frei beendete die Karriere. In seine Fussstapfen tritt Remo Pesenti, der bereits zuvor zum erweiterten Trainerstaff der Thurgauer zählte.
Wallisellen der stärkste Aufsteiger?
Ein sportliche Berg- und Talfahrt erlebten zuletzt auch Oerlikon/Polizei und Schwamendingen. Für beide Stadtzürcher Teams dürfte nach den Abgängen einiger bewährten Kräfte die Konsolidierung im Vordergrund stehen. Und für den mit fast ausnahmslos jungen Eigengewächsen bestückten SC Veltheim steht sowieso der Klassenerhalt im Fokus.
Von den Aufsteigern ist vor allem Wallisellen einiges zuzutrauen. Behalten die heissblütigen, aber individuell starken Spieler auch in hektischen Momenten die Ruhe, ist den Glattalern ein Platz im ersten Drittel durchaus zuzutrauen. Weitaus schwieriger dürften es hingegen Brüttisellen-Dietlikon und vor allem Oberwinterthur haben.
