Man nehme mit Wetzikon und Küsnacht zwei Absteiger aus der 2. Liga, füge reichlich weitere Teams hinzu, denen man ebenfalls Aufstiegsambitionen nachsagt wie Pfäffikon, Herrliberg, Meilen oder Zollikon – und fertig ist die würzige Mischung. Die Einteilung der Gruppe 6, in der dank sieben Oberländer Teams zahlreiche Derbys anstehen, sorgte jedenfalls dafür, dass es in der Gerüchteküche sofort brodelte. Zu unrecht, wie sich herausstellte. Weder Wetzikon, Pfäffikon noch Herrliberg, die allesamt die Möglichkeit gehabt hätten, treten mit der Reservemannschaften in der sogenannten «Hammergruppe» an, um der starken Konkurrenz auszuweichen. Allesamt nehmen sie die Herausforderung an.
Substanzverlust in Wetzikon und Pfäffikon
Ist um den Aufstiegsplatz also ein veritables Gedränge programmiert? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Zumindest in Wetzikon und Pfäffikon hält man sich mit angriffigen Parolen nicht nur zurück, um damit Druck von den Mannschaften zu nehmen. Beide Teams haben einen Substanzverlust erlitten. Die Wetziker sind längst nicht mehr so gut aufgestellt wie in der Saison 2016/17, als ihnen der sofortige Wiederaufstieg gelang. Die in den letzten drei Jahren immer an der Spitze mitspielenden Pfäffiker haben ebenfalls einen Umbruch hinter sich. Einen gewollten auf der Trainerposition, die nun von Marcel Erismann bekleidet wird. Einen ungewollten aber in der Mannschaft, die den Abgang von vier erfahrenen Stammkräften verkraften muss. «Man holte mich, um Erfolg zu haben», sagt Erismann zwar. Vom Aufstieg sprechen aber mag er nicht. Dafür fehle schlicht die Qualität.
Etwas offensiver gibt man sich in Küsnacht. Assistenztrainer Eren Okur sagt auf der Vereinswebsite, ihm schwebe vor, «wenn möglich» um den Aufstieg mitzuspielen. Trainer Roger Fegble hingegen spricht vom Aufbau einer funktionieren Mannschaft als vordringlichstes Ziel. Für die Küsnachter dürfte nach der schwachen letzten Saison mit nur vier Siegen denn auch eine Konsolidierungsphase anstehen.
Der Tummelplatz der Reservisten

