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Alles blickt auf die «Hammergruppe»

Gleich sieben Oberländer Teams spielen in der Gruppe 6. Und die hat es in sich. Nicht nur wegen den zahlreichen Derbys. Sondern vor allem auch darum, weil die Dichte an guten Klubs hoch ist.

Vinzenzo Piccinni trifft mit dem FC Wetzikon auf starke Konkurrenz.

David Kündig

Alles blickt auf die «Hammergruppe»

Man nehme mit Wetzikon und Küsnacht zwei Absteiger aus der 2. Liga, füge reichlich weitere Teams hinzu, denen man ebenfalls Aufstiegsambitionen nachsagt wie Pfäffikon, Herrliberg, Meilen oder Zollikon – und fertig ist die würzige Mischung. Die Einteilung der Gruppe 6, in der dank sieben Oberländer Teams zahlreiche Derbys anstehen, sorgte jedenfalls dafür, dass es in der Gerüchteküche sofort brodelte. Zu unrecht, wie sich herausstellte. Weder Wetzikon, Pfäffikon noch Herrliberg, die allesamt die Möglichkeit gehabt hätten, treten mit der Reservemannschaften in der sogenannten «Hammergruppe» an, um der starken Konkurrenz auszuweichen. Allesamt nehmen sie die Herausforderung an.

Substanzverlust in Wetzikon und Pfäffikon

Ist um den Aufstiegsplatz also ein veritables Gedränge programmiert? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Zumindest in Wetzikon und Pfäffikon hält man sich mit angriffigen Parolen nicht nur zurück, um damit Druck von den Mannschaften zu nehmen. Beide Teams haben einen Substanzverlust erlitten. Die Wetziker sind längst nicht mehr so gut aufgestellt wie in der Saison 2016/17, als ihnen der sofortige Wiederaufstieg gelang. Die in den letzten drei Jahren immer an der Spitze mitspielenden Pfäffiker haben ebenfalls einen Umbruch hinter sich. Einen gewollten auf der Trainerposition, die nun von Marcel Erismann bekleidet wird. Einen ungewollten aber in der Mannschaft, die den Abgang von vier erfahrenen Stammkräften verkraften muss.  «Man holte mich, um Erfolg zu haben», sagt Erismann zwar. Vom Aufstieg sprechen aber mag er nicht. Dafür fehle schlicht die Qualität.

Etwas offensiver gibt man sich in Küsnacht. Assistenztrainer Eren Okur sagt auf der Vereinswebsite, ihm schwebe vor, «wenn möglich» um den Aufstieg mitzuspielen. Trainer Roger Fegble hingegen spricht vom Aufbau einer funktionieren Mannschaft als vordringlichstes Ziel. Für die Küsnachter dürfte nach der schwachen letzten Saison mit nur vier Siegen denn auch eine Konsolidierungsphase anstehen.

Der Tummelplatz der Reservisten

Und so könnten andere wie Herrliberg oder Meilen davon profitieren, dass die vermeintlichen Schwergewichte etwas schwächeln. Die Herrliberger spielten schon letzte Saison eine gute Rolle und sind ein Jahr reifer. Meilen hat den zuletzt in der Interregio spielenden Torjäger Marco Ruckstuhl zurück. Ausschliesslich um den Ligaerhalt dürfte es derweil für die Oberländer Aufsteiger Mönchaltorf und Rüti 2 gehen. Die Rütner sind gar das einzige Reserveteam in der Gruppe 6. Ganz anders präsentiert sich das Bild in der Gruppe 3, in der auch vier Teams aus der Region stecken. Sie ist der Tummelplatz für zweite Mannschaften. Der Topfavorit auf den Aufstieg heisst Zürich-Affoltern. Das Potenzial auf einen der vorderen Plätze haben die Dübendorfer Reserven, die letzte Saison Zweite wurden und der nun besser aufgestellte FC Fällanden. Bei den Fällandern aber muss sich erst zeigen, wie sie es verkraften, in der Vorrunde ausschliesslich Auswärtspartien bestreiten zu müssen.

Ambitionierter Aufsteiger Volketswil

Eine solche Herausforderung haben weder Effretikon noch Volketswil in der Gruppe 4. Ihr Meisterschaftsprogramm weist keinerlei Auffälligkeiten auf. Aufsteiger Volketswil packt die Saison mit einer verstärkten Mannschaft und breiter Brust an. Die 3. Liga soll nur ein Zwischenschritt sein. Ein Platz in der ersten Ranglistenhälfte ist machbar. Dasselbe gilt für die Effretiker. Allerdings nur, wenn es ihnen gelingt, leistungsmässig nicht mehr Achterbahn zu fahren.

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