Eigentlich wäre für den FC Greifensee sogar noch mehr möglich gewesen. Die letzten drei Partien verlor er allesamt und musste sich mit dem fünften Platz begnügen. «Wir waren schon nicht mehr so gut», sagt Trainer Felix Bollmann und spricht von einer «mentalen Leere» aufgrund der vielen Spiele. Und dennoch war es für die Greifenseer wohl die beste Saison seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2011.
Sie blieben zwischenzeitlich wettbewerbsübergreifend während 20 Partien ungeschlagen, waren die fairste aller 29 Zweitliga-Mannschaften und gewannen zur Krönung noch zum zweiten Mal innert fünf Saisons mit dem Finalsieg über Embrach den Regionalcup. «So ein Erfolg ist schon etwas Einmaliges für einen Hobbyfussballer», freut sich Bollmann. Als Lohn gibt es nun vor dem Meisterschaftsauftakt das Cup-Fest gegen die Challenge-League-Profis des FC Winterthur.
Ein gutes Transfer-Händchen
Der FCG gehört mit seiner Stabilität zweifellos zu den positiven Überraschungen überhaupt, und widerlegte damit auch etwas seinen Ruf von der doch eher «grauen Maus» – dem wenig spektakulär auftretenden Mittelfeldklub, der allerdings auch kaum einmal ernsthaft in Abstiegsgefahr gerät.
Nach einigen gewichtigen Abgängen genoss er gerade zu Beginn der letzten Saison wenig Kredit bei der Konkurrenz.
«Da rieben sich wohl schon einige die Augen.»
Trainer Felix Bollmann

