Mit der Rückkehr des FC Uster sind erstmals seit drei Jahren wieder drei Klubs aus der Region in der 2. Liga interregional vertreten. Allerdings hat wohl einzig Rüti das Zeug dafür, eine ernsthafte Rolle im vorderen Tabellenfeld der Gruppe 6 zu spielen. Doch ob es nach den Plätzen 2, 5 und 6 tatsächlich wieder aufwärts geht? Zwar wurde der ewige Aufstiegsfavorit Freienbach in die Gruppe 5 umgeteilt, die Konkurrenz an der Spitze ist aber keinesfalls geringer geworden.
Da ist allen voran der vom ehemaligen Gossau- und Dübendorf-Coach Sokol Maliqi betreute FC Uzwil. Beim Vorsaison-Dritten machte man sich nach einer Positivserie im Frühling schon damals leise Hoffnungen noch ganz an der Spitze mitzumischen. Diese wurden aber nicht zuletzt wegen einer nachträglichen Forfaitniederlage gegen den späteren Aufsteiger Linth 04 jäh zerschlagen. Die St. Galler konnten nun ihr ohnehin schon luxeriöses Kader mit Thomas Knöpfel und Andreas Lo Re vom Erstligisten Gossau SG weiter veredeln und dürfen deshalb als echter Aufstiegsaspirant gehandelt werden.
Der Trainer-Dauerbrenner
Erster ernsthafter Herausforderer ist Seuzach. Nach einem Herzschlagfinale in der Erstliga-Gruppe 3 mussten die Winterthurer am Ende wegen der schlechteren Tordifferenz in den sauren Apfel beissen. Aus der Bahn wurde der Verein mit dem sympathischen Slogan «Unbezahlter Fussball seit 1976» dadurch nicht geworfen. Trainer Markus Wanner steigt nicht nur in seine bereits zehnte Saison – er sagte sogleich nach der Relegation. «Der Wiederaufstieg in die 1. Liga ist das Ziel. So, wie wir unterwegs sind, wäre es nicht richtig, etwas anderes zu sagen.»
Die wenigen Abgänge wurden neuerlich durch junge Talente aus dem Raum Winterthur aufgefangen. Und im Angriff können die Seuzacher weiterhin auf die Dienste des elffachen Saisontorschützen Kevin Honegger – und vor allem Patrick Widmer zählen.

