Es sah nicht immer überzeugend aus. Da und dort tat sich der FC Uster schwer – und gewann doch meistens. «Man kann nicht erwarten, dass wir jeden an die Wand spielen», sagt Trainer Fabio Digenti. Die Basis für den sofortigen Wiederaufstieg war ein Start nach Mass mit sechs Siegen in Folge. Schon früh erschuf sich der FCU dadurch ein Polster auf die nächsten Verfolger. Am Ende betrug der Vorsprung satte 15 Punkte.
Viele Punkte geben auch viele Prämien. Weit gefehlt. Bei den Ustermern kam es nur wenige Tage vor dem Saisonstart nämlich noch zu einem Spielerexodus. Grund für die Flucht eines Quintetts rund um Captain Samuel von Aarburg sind gekürzte Prämien aus der letzten Aufstiegssaison. Sportchef Roland Leemann nimmt die kurzfristigen Abgänge allerdings gelassen hin. Denn bereits zuvor hatte der FCU eine Reihe von neuen Spielern verpflichtet.
Der verlängerte Arm des Trainers
Der Königstransfer ist dabei der Challenge-League-erfahrene Dominik Schiendorfer (ex FC Schaffhausen). «Er ist mein verlängerter Arm auf dem Feld», sagt Digenti. Der in der Innenverteidigung oder im Mittelfeld vorgesehene Schiendorfer spielte die letzten viereinhalb Saisons für Tuggen in der Promotion League und 1. Liga.
Daneben wurde die Verjüngung des Teams vorangetrieben. Mit Jean Michel Kuelo (von Wohlen U23), Emir Salkic (Schwamendingen) und Bryan Sleiman (Rümlang) stehen beispielsweise neue Alternativen für die Offensive bereit. Der 23-jährige Salkic kam einst beim FC Seefeld in der 1. Liga regelmässig zum Einsatz, währenddessen Sleiman schon in Rümlang unter Digenti spielte – und dort in der letzten Saison mit zwölf Treffern zu den raren Lichtblicken beim Absteiger zählte.

