«Niemals aufgeben. Immer weitermachen! Immer weiter. Immer weiter.» Es sind die Worte von Bayern Münchens früherem Torhüter Oliver Kahn nach dem Gewinn der Champions League. Sie könnten auch von Christian Kluser stammen. Wie der deutsche «Torwart-Titan» ist auch er ein eigentliches Mentalitätsmonster. Mancher Mitspieler bekam dies schon beim vermeintlich unbedeutenden Trainingsmatch deutlich und laut zu spüren, wenn er den nötigen Eifer vermissen liess – ob in Dübendorf, Bassersdorf, Rümlang oder jetzt in Uster. Kluser geht vorneweg – immer. Damit enden aber bereits die Parallelen zu Kahn. Denn während der Welttorhüter seine Bärbeissigkeit noch heute als TV-Experte bei Fussballspielen in die Welt herausträgt, schliesst man Kluser neben dem Platz mit seiner offenen Art sofort ins Herz.
Vor einem Jahr ist der gebürtige Bassersdorfer mit seinem langjährigen Freund Fabio Digenti als spielender Assistenztrainer zum FC Uster gezogen. Klusers Einsätze wurden allerdings schon im Verlauf der Saison zunehmend seltener. Und daran dürfte sich auch nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga interregional nicht viel ändern. «Ich laufe nur noch auf, wenn es mich wirklich braucht», betont er. Mit 35 spürt Kluser zunehmend seinen Körper.
Verletzung mit Ansage
Wer seinen Aktionismus schon einmal gesehen hat, glaubt es ihm sofort. Im Stile des Duracell-Hasen lässt er den gegnerischen Abwehrspielern keine Ruhe. Seit je bewegt sich Kluser auf dem Rasen im Grenzbereich. Exemplarisch dafür steht sein Einsatz im Final des Regionalcups mit Rümlang im Juni 2016, als er trotz einer Bauchmuskelverletzung mit Schmerzmitteln auflief und prompt das wegweisende 1:0 erzielte – notabene ausgerechnet gegen seinen Stammklub Bassersdorf. «Da habe ich mir alles kaputtgemacht und fiel gleich für eine halbe Saison aus. Doch das nahm ich für das Erlebnis und den Sieg in Kauf», sagt Kluser ohne jede Reue.
Im Stile des Duracell-Hasen lässt er den gegnerischen Abwehrspielern keine Ruhe. Seit je bewegt sich Kluser auf dem Rasen im Grenzbereich.

