Wetzikon macht den Sack zu
In den ersten zwei Viertelfinal-Duellen hatte er auch das Glück beanspruchen müssen, um in der Best-of-5-Serie auf 2:0 vorlegen zu können. Im dritten Spiel gegen Burgdorf aber wurde der EHC Wetzikon seiner Favoritenrolle lange Zeit vollauf gerecht.
Der Oberländer Erstligist führte bis elf Minuten vor Schluss 4:0 und hatte das Geschehen souverän im Griff. Nach drei Gegentoren in Serie aber geriet er doch noch kurzzeitig ins Zittern. 49 Sekunden vor Schluss erlöste Timon Vesely den EHCW mit seinem Treffer zum 5:3 ins leere Tor.
Für Vesely war es der zweite Treffer des Abends. Auffälligster Wetziker aber war der erst Mitte Dezember verpflichtete Lars Neher. Der frühere Nationalliga-Stürmer war an den ersten vier Toren des Heimteams beteiligt. Einmal traf der 29-Jährige selber, dazu sammelte er drei Assists.
Mit dem verdienten 5:3-Erfolg machte der EHCW bei erstbester Gelegenheit den Sack zu und steht im Halbfinal. Ab Dienstag trifft er auf Bellinzona. Die Tessiner schalteten überraschend Qualifikationssieger Pikes aus.
Neher sorgt für Premiere
Im dritten Anlauf gelang dem EHC Wetzikon gegen Burgdorf endlich einmal das erste Tor der Partie. Wobei das 1:0 von Neher in der 4. Minute nicht etwa einer Druckphase des Heimteams entsprang, sondern aus dem Nichts kam. Nur knapp drei Minuten später erhöhte Verteidiger Luzi Schneider mit einem Schlenzer von der blauen Linie auf 2:0.
Die schnelle Führung erleichterte dem EHCW, der sonst häufig mit mangelnder Effizienz zu kämpfen hat, für einmal aber kaum eine Handvoll Schüsse für zwei Treffer brauchte, die Aufgabe ungemein. Das Team von Christian Modes dosierte in der Folge das Risiko und beschränkte sich auf die Spielkontrolle.
Das gelang dem spielerisch überlegenen EHCW vorerst nicht schlecht. Wirklich gefestigt aber wirkte das Heimteam erst ab der zweiten Phase des Mitteldrittels, als es bereits 3:0 vorne lag.
Nach Buchmüllers Powerplay-Tor zu Beginn des Schlussabschnitts schien die Entscheidung gefallen. Doch die bis dahin harmlosen Burgdorfer kamen danach überraschend zurück – dank zwei kernigen Schüssen und dem schön herausgespielten Anschlusstor. Wobei sie bei letzterem bereits ohne Torhüter agierten.
Würde der EHCW tatsächlich ein 4:0 verspielen? Und das, ohne über längere Zeit vom Gegner überhaupt unter Druck gesetzt worden zu sein? Nicht wirklich. Ein wenig zittern musste der Qualifikationszweite zwar, abfangen aber liess er sich nicht mehr.
