Die letzten Tage vor der Abreise waren nicht einfach. Zuerst wurde Sinja Leemann als einzige Spielerin des Schweizer Eishockey-Nationalteams der Frauen Mitte Januar positiv getestet. Und als die Gossauerin die Reise an die Olympischen Spiele mit den Mitspielerinnen antreten wollte, ergaben die Covid-Tests bei ihr verschiedene CT-Werte, die sich im Grenzbereich für eine Einreise in China bewegten.
Zwei Tage später sassen Leemann und die ebenso betroffene Teamleaderin Alina Müller aber doch noch im Flugzeug nach Peking.
Dem ersten Einsatz vom Donnerstag gegen den viermaligen Olympiasieger und aktuellen Weltmeister Kanada sollte also nichts mehr im Wege stehen. An der letzten WM vom August hatten sich die Schweizerinnen in den beiden Vergleichen achtbar geschlagen (0:5, 0:4).
Für Leemann war es die zweite WM. Und jetzt zählt die 19-Jährige zu den elf Olympia-Debütantinnen im Schweizer Aufgebot – und dürfte dennoch eine tragende Rolle einnehmen. Trotz ihres jugendlichen Alters hat sie 48 Länderspiele bestritten. Bereits mit 16 trug die Oberländerin erstmals das Nationaltrikot – und etablierte sich schnell. An ihrer ersten WM in Finnland 2019 schaffte sie es gleich unter die Top-6-Verteidigerinnen im Team.

