Auf den EHCW warten die Kellerkinder
Ab Samstag werden die seit dem 20. Dezember unterbrochenen Amateurmeisterschaften fortgesetzt. Für Erstligist EHC Wetzikon heisst das: Er erhält die Chance zurück, sein sportliches Ziel zu erreichen.
Zuletzt platzten die Aufstiegsträume der Wetziker zweimal, weil nicht fertig gespielt werden konnte. Der Entscheid des Verbands, die Saison fortzuführen, ist für den EHCW darum eine Befreiung.
Sechs seiner Spiele sind der Pause zum Opfer gefallen, sie werden ersatzlos gestrichen. Die Meisterschaft wird an jenem Punkt fortgesetzt, an dem sie ohne Unterbruch ebenfalls stehen würde – in der Endphase der Qualifikation.
Die Wetziker haben ihr Playoff-Ticket auf sicher. Die letzten zwei Runden sind trotzdem von Bedeutung für sie. Denn noch ist offen, von welcher Position aus der EHCW in die K.-o.-Phase steigt. Der Anspruch des Aufstiegsaspiranten ist klar: Er will mit Heimrecht loslegen. Dafür ist ein Platz in den Top 4 nötig.
Ein ideales Aufwärmprogramm
Aktuell ist das Team von Christian Modes auf Platz 2 klassiert. Gut für die Wetziker: Noch können sie Tabellenführer Pikes Oberthurgau abfangen. Die ersten fünf Teams liegen allerdings eng beieinander, sodass der EHCW bei zwei Niederlagen auch nach unten rasseln kann.
Letzteres aber wäre sowieso ein schlechtes Zeichen, denn keiner aus der Spitzengruppe hat ein leichteres Schlussprogramm. Auf die Oberländer warten die zwei Letztklassierten. Am Samstag spielen die Wetziker auswärts gegen den SC Rheintal, der rekordverdächtige 13-mal hintereinander verloren hat. Zum Abschluss wartet dann Prättigau.
Es scheint ein ideales Aufwärmprogramm, um den Rhythmus für die Playoffs zu finden.
In der 2. Liga können sich derweil die Oberländer Teams nicht erst herantasten. Für sie gilt es ab sofort ernst. Der EHC Illnau-Effretikon darf immerhin ans Dessertbuffet. Der Qualifikationssieger der Gruppe 2 duelliert sich im Playoff-Achtelfinal mit dem EHC Schaffhausen.
Der EIE ist gegen den Tabellenachten der Gruppe 1 klarer Favorit. Und beginnt mit einem Heimspiel. Das Format (Best of 3) verleiht der Affiche dennoch Brisanz. Denn wer das erste Spiel verliert, steht schon mit dem Rücken zur Wand.
Das tun auch die Dürnten Vikings. Selbst verschuldet. Vor zwei Jahren fehlte den Vikings im Ostschweizer Final gegen den EIE nur noch ein Sieg zum Triumph, ehe die Meisterschaft abgebrochen wurde. Jetzt kämpfen sie nach einer Saison voller Enttäuschungen in der Abstiegsrunde um ihren Platz in der Liga.
Die Vikings treffen zum Auftakt auf den HC Seetal, der im luzernischen Hochdorf beheimatet ist. Weitere Gegner sind Bassersdorf und Chiasso. Sechs Spiele hat jedes Team, zwei müssen am Schluss in den sauren Apfel beissen und ihren Platz in der 2. Liga räumen.
