Wetzikon muss bis zuletzt zittern
Im Duell zweier Tabellennachbarn setzte sich der EHC Wetzikon am Dienstag in Burgdorf 7:5 durch. Die Wetziker führten im Emmental 2:0, 4:1, 5:3 und 6:4 – liessen den Gegner aber jedes Mal wieder zurück ins Spiel kommen.
Die Siegsicherung gelang den Gästen erst in der Schlussminute, als Rykart im Powerplay das 7:5 ins leere Tor erzielte, nachdem das Heimteam alles auf eine Karte gesetzt hatte.
Zwei Drittel lang zeigten die Wetziker eine souveräne Leistung. Nach dem dritten Gegentreffer in der 44. Minute, dem ein Lapsus eines EHCW-Verteidigers vorausgegangen war, verloren sie allerdings ihre Stilsicherheit.
In der Folge agierten sie gegen die nun aggressiver auftretenden und ihre Chance witternden Burgdorfer fehlerhafter und hektisch. Den Tritt wieder besser fanden die Gäste erst nach einem Time-Out zehn Minuten vor Schluss.
Kurz danach traf Buchmüller zum zweiten Mal in Unterzahl und beruhigte die Wetziker Nerven mit dem 6:4 etwas.
Neben Buchmüller gelangen auch Nils Berni zwei Tore. In der Tabelle machte das Team von Christian Modes nach seinem zweiten Sieg in Folge zwei Plätze gut. Nach sieben Meisterschaftsrunden belegen die Oberländer den 4. Platz.
Der EHCW dominierte die Anfangsphase klar und hatte genügend Chancen, früh vorzulegen. Doch Kutil, der später verletzt ausgeschiedene Vesely und auch Schneider liessen die besten davon liegen, ehe sich das Spielgeschehen zusehends ausglich.
Fehlten die Tore im ersten Drittel gänzlich, sahen die rund 200 Zuschauer in Burgdorf im zweiten Abschnitt gleich deren sechs innerhalb von knapp 13 Minuten. Die läuferisch überlegenen und überaus präsenten Oberländer belohnten sich in dieser Phase für den gelungenen Auftritt, indem sie sich eine 4:2-Führung erarbeiteten.
Die sichere Distanz fehlt
Der EHCW legte dabei zu Beginn des mittleren Abschnitts mittels Doppelschlag vor. Er liess sich danach auch vom schnellen Anschlusstreffer der Emmentaler nicht aus der Ruhe bringen, den diese nach einem Konter in der 27. Minute praktisch aus dem Nichts erzielten.
Kurz vor Spielhälfte fing Reinmann in der Mittelzone einen Puck ab, stürmte ins gegnerische Drittel und bediente in der Mitte Nils Berni – 3:1. In der 37. Minute erhöhte der Wetziker Topskorer Buchmüller in Unterzahl gar auf 4:1.
Doch die vermeintlich sichere Dreitore-Führung hielt nur kurz. Und weil die Oberländer auch nach ihrem fünften und sechsten Tor den Gegner nicht auf sichere Distanz halten konnten, mussten sie im Emmental einige bange Minuten überstehen und bis zuletzt hart um die drei Punkte kämpfen.
