Wetziker Hochs und Tiefs in bunter Reihenfolge
Der EHC Wetzikon tat sich im Startspiel der neuen Erstliga-Saison gegen den Aussenseiter Reinach unerwartet schwer und kam letztlich nur zu einem hart umkämpften 3:2-Zittersieg. Trainer Christian Modes sprach deshalb von einem nervösen Beginn und vielen vergebenen Chancen.
Bei den Oberländern lösten sich Hochs und Tiefs in bunter Reihenfolge ab und zudem war die Chancenauswertung mangelhaft weil vor dem gegnerischen Tor zu wenig zielstrebig agiert wurde. Der Gegner aus dem Aargau hingegen spielte schnörkellos auf Konter und war damit stets gefährlich.
Im Startdrittel sah man über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Wetziker. Als dann Thöny in der 11. Minute im Nachstochern zum 1:0 einschoss, schien der Weg geebnet für einen standesgemässen klaren Erfolg, zumal kurz danach Laimbacher knapp an Goalie Stucki scheiterte und Reinmann in der 14. Minute mit einem Schuss ans Gehäuse grosses Pech hatte. Doch die Wetziker konnten vorerst nicht nachlegen und die Gäste blieben mit schnellen Kontern gefährlich.
Zu passiv aufgetreten
Der mittlere Abschnitt präsentierte sich ähnlich. Wetzikon mit einem klaren Chancenplus, die Reinacher sporadisch mit guten Aktionen. So tauchte Torino plötzlich allein vor Hüter Neuenschwander auf, doch dieser parierte glänzend (25.). Der Ausgleich wurde aber in der 31. Minute trotzdem Tatsache. Nach einer minutenlangen Wetziker Druckphase mit Chancen im Multipack, schloss Boschung einen mustergültigen Konter erfolgreich zum 1:1 ab.
Der EHCW liess sich indes nicht beirren, kämpfte weiter und Kovac traf nach schönem Zuspiel von Jutz noch vor der zweiten Pause (37.) zur hochverdienten 2:1-Führung. Zufrieden mit dem Auftritt war Coach Modes deshalb aber nicht. «Im Mitteldrittel spielten wir zu passiv, standen zu weit weg vom Gegner», kritisierte er.
Die Oberländer taten sich aber auch im Schlussabschnitt schwer und sogar Topskorer Thöny scheiterte in der 47. Minute mit seinem Solo am gut reagierenden Stucki. Immerhin gelang dann Buchmüller in der 50. Minute mit einem Schuss aus der Drehung das vermeintlich erlösende 3:1.
Doch die Gäste kamen in der 57. Minute – unmittelbar nach einem Time-out – durch Vogt doch noch zum 2:3-Anschluss. Ein Abwehr-Blackout der Wetziker machte dies möglich und letztere brachten den knappen Sieg nur mit grossem Zittern über die Runde. (Martin Weber)
Wetzikon – Reinach 3:2 (1:0, 1:1, 1:1). – 366 Zuschauer. – SR: Raskovic (Nyffenegger/Remund). – Tore: 11. Thöny (Buchmüller) 1:0. 31. Boschung (Müller, Vogt) 1:1. 37. Kovac (Jutz, Alena) 2:1. 50. Buchmüller (Reinmann) 3:1. 57. Vogt (Moldovanj, Boschung) 3:2. – Strafen: 2×2 gegen Wetzikon, 1×2 gegen Reinach. – Wetzikon: Neuenschwander; Urech, Müller, Thöny, Buchmüller, Reinmann; Marzan, Rykart, Mathis, Laimbacher, Vesely; Kutil, Schneider, Joshua Berni, Nils Berni, Meier; Brotzge, Hess, Jutz, Kovac, Alena. – Bemerkung: 57- Time-out Reinach.