Der Wetziker Kaderbau ist abgeschlossen
Seit Anfang Mai ist der EHC Wetzikon wieder im Training. Die Freude der Spieler ist gross, zurück auf dem Eis zu sein. Wenn vorerst auch nicht als Mannschaft, sondern lediglich in Gruppen.
Die Kaderplanung ist derweil erst jetzt abgeschlossen. Mit drei Goalies, sieben Verteidigern und 15 Stürmern packt der EHCW im Herbst die Erstliga-Meisterschaft an, für die er sich den Aufstieg in die höchste Amateurliga MSL zum Ziel gesetzt hat. Die Mannschaft ist gegenüber der abgebrochenen letzten Saison wie vorgesehen etwas kleiner geworden.
Sportchef Diego Piceci hat intensive Wochen hinter sich. Im Vergleich zu den Vorjahren hat der EHCW eine fast schon turbulente Zeit erlebt, die er mit einer Trainerentlassung gleich selber einleitete.
Mitte Februar trennten sich die Wetziker aus finanziellen Gründen von Thomas Nüssli. Knapp zwei Monate später machten sie den letztjährigen Assistenten Christian Modes zu dessen Nachfolger. Und mussten gleichzeitig den Abgang von acht langjährigen Stammkräften bekannt geben.
Fünf dieser Spieler traten zurück. Auf einen Schlag verloren die Wetziker 400 Skorerpunkte. Bei manchem Fan dürften bei diesem Aderlass Zweifel gekommen sein, ob der EHCW wohl auch künftig eine Spitzenmannschaft sein würde.
Nach Abschluss der Kaderzusammenstellung lässt sich festhalten: Zumindest die Voraussetzungen dafür sind da. Im Wetziker Kader ist weiterhin viel Substanz vorhanden.
Sieben Spieler verpflichtete Piceci. Darunter ein Quartett mit reichlich MSL-Erfahrung. Und eben auch entsprechenden Qualitäten.
«Es hat sich gelohnt, nicht locker zu lassen.»
Diego Piceci, Sportchef EHC Wetzikon
Von Verteidiger Simeon Kutil und den Stürmern Nico Alena, Denis Vrabec und Michael Kovac erwartet der Sportchef eine gewisse Abgeklärtheit.
«Und dass sie den Karren mitziehen.» Schliesslich sind die ehemaligen MSL-Akteure einen hohen Rhythmus gewohnt.
Mehr Optionen in der Offensive
Wesentlich heller als noch vor ein paar Wochen sieht es am Wetziker Himmel auch aus, weil Brent Buchmüller und Manuel Laimbacher auf ihre Rücktrittsentscheide zurückkamen. «Es hat sich gelohnt, bei ihnen nicht locker zu lassen», freut sich Piceci.
Das Team erhält so zwei langjährige Leistungsträger zurück, die in ihren EHCW-Jahren zusammen über 200 Skorerpunkte produzierten. Zugleich hat Modes in der Offensive mehr Optionen.
«Die Mannschaft hat viel Qualität. Wir können den ‹Chübel› holen und unsere Ziele erreichen.»
Diego Piceci, Sportchef EHC Wetzikon
Die Wetziker Mittelachse bilden nun Buchmüller, Laimbacher sowie die Neuen Kovac und Nils Berni. Neuverpflichtung Alena, eigentlich ebenfalls Center, rutscht dadurch auf den Flügel.
Piceci ist nach Abschluss der Kaderzusammenstellung zufrieden. Kürzlich hat er ein Training besucht. Der Sportchef schwärmt von der guten Stimmung. Und ist überzeugt: «Die Mannschaft hat viel Qualität. Wir können den ‹Chübel› holen und unsere Ziele erreichen.»
