Die Verjüngung kommt mit Ansage
Zumindest etwas Gutes hatte der Saisonabbruch im Dezember. Das Trainerduo der Dürnten Vikings hatte so viel Zeit wie noch nie für die Kaderplanung.
Christian Thiemeyer und Gunnar Hosner hatten allerdings auch eine knifflige Aufgabe zu lösen – einen Umbruch in der Mannschaft. Gleich sieben langjährige Stammspieler stehen den Vikings in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung.
«Wir werden das Fehlen dieser drei Herren merken.»
Gunnar Hosner, Trainer Dürnten Vikings
Darunter Fabian Ryffel, einer der besten Zweitliga-Goalies. Er spielt künftig beim Erstligisten Wetzikon. Dazu verlor Dürnten auf einen Schlag ein Sturmtrio, das massgeblich zu den grossen Erfolgen der letzten Jahre mit drei Ostschweizer Meistertiteln und einem Schweizermeistertitel (2019) beigetragen hatte.
Die Brüder Mischa, Yves und Andy Rüegg buchten für die Vikings innerhalb von zehn Jahren über 800 Skorerpunkte, waren in entscheidenden Situationen «ein sicheres Bein», wie Hosner dem sagt. Jetzt sind die Rüeggs zurückgetreten. «Wir werden das Fehlen dieser drei Herren merken.»
Dass sich das Gesicht des Teams nach vielen Jahren in ähnlicher Zusammensetzung für einmal deutlicher verändert, war absehbar. Hosner sagt: «Damit wussten wir rechnen.»
Dem Trainer ist vor der Zukunft auch nicht bange. Wohl an die 100 Telefongespräche haben er und Thiemeyer auf der Suche nach neuen Spielern geführt. Jetzt hält Hosner fest: «Wir sind zufrieden damit, was wir machen konnten.»
Die Sache mit dem Unterbau
Ein halbes Dutzend Zuzüge können die Dürntner vermelden. Die Stürmer Luciano Trepp (19), Dominic Bär (18), Pascal Thoma (20) und Goalie Marco Lüber (21) sorgen für eine Blutauffrischung.
Sie verjüngen das Team, müssen sich im Erwachsenenhockey ihre Sporen aber erst noch abverdienen. Der vom EHC Wetzikon kommende Verteidiger Thomas Hofer (24) sowie Angreifer Ramon Köfer (34) sind derweil etablierte Spieler.
«Wir haben Junge gesucht. Aber wollten eben auch den einen oder anderen gestandenen Spieler. Wir brauchen ein starkes Fundament.»
«Der Kern kennt sich mit Erfolgen aus. Er weiss, wie es zu- und hergeht in den Playoffs.»
Gunnar Hosner, Trainer Dürnten Vikings
Dieses ist bei den Vikings immer noch vorhanden. Sieben Spieler, die 30 oder älter sind, stehen im nun etwas kleineren Kader. Dazu gehören auch die Brüder Noël und Olivier Brunner, Alain Deubelbeiss, Peter Hofer und Michel De Martin.
Sie waren allesamt schon 2012 dabei, als die erst ein Jahr zuvor aus der Fusion zwischen dem EHC Bäretswil und dem EHC Dürnten hervorgegangenen Vikings erstmals in den Ostschweizer Final einzogen.
Hosner ist überzeugt: Die starke Erneuerung tut dem Team gut. Er setzt dabei darauf, dass die Jungen von den Erfahrenen lernen, worauf es ankommt, um das Wikingerschiff auf Kurs zu halten. «Der Kern kennt sich mit Erfolgen aus. Er weiss, wie es zu- und hergeht in den Playoffs.»
