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Ein klares Verdikt vor dem letzten Vorhang

Der EHC Dübendorf ist im Cup gegen die ZSC Lions chancenlos und unterliegt daheim 0:9.

Dean Schnüriger (links) und Cian Derder versuchen Raphael Prassl zu bremsen., Sven Andrighetto und die ZSC Lions sind in Dübendorf tonangebend., Raphael Röthlisberger wirft sich in einen Schuss von Reto Schäppi., Sven Andrighetto ist vor Ramon Hauser an der Scheibe.

Foto: David Kündig

Ein klares Verdikt vor dem letzten Vorhang

Der EHC Dübendorf weiss, wie Cup geht. Die Glattaler sind das einzige Amateurteam, das sich seit der Neulancierung des Wettbewerbs immer für die erste Runde qualifiziert hat. Zum achten und vorerst letzten Mal – der Cup wird auf nächste Saison hin wieder eingestampft – duelliert sich der EHCD darum mit einem Profiteam.

Zum zweiten Mal fordern die Dübendorfer dabei die ZSC Lions, dessen Partner sie sind. Es ist eine einseitige Angelegenheit.  Die Dübendorfer sind chancenlos und verlieren 0:9.

Nicht weil sie einen schwachen Abend einziehen, sondern wegen der Klasse des Gegners. Der Favorit spielt seine Angriffe gradlinig, sucht dezidiert den Abschluss und tritt derart konzentriert auf, dass er dem Underdog nicht ein einziges Erfolgserlebnis ermöglicht. So fällt der Vorhang für die Dübendorfer im Cup ohne Torerfolg.

«Es war klar, dass es schwierig wird. Der ZSC ist die beste Schweizer Mannschaft.»
EHCD-Trainer Reto Stirnimann

Mehr noch. Gegen die Lions bleibt den Glattalern überhaupt ein Treffer verwehrt, endete der erste Vergleich 2016 doch mit einem 0:4 aus Sicht des EHCD. Das deutliche Verdikt von gestern findet Reto Stirnimann trotzdem keinen Grund, extrem enttäuscht zu sein.

«Wir haben versucht, unsere Haut so teuer als möglich zu verkaufen», sagt der EHCD-Trainer. «Es war klar, dass es schwierig wird. Der ZSC ist die beste Schweizer Mannschaft.»

Keine Lust auf eine Blamage

Die Lions machen denn auch vom ersten Puckeinwurf klar: Auf eine Zusatzrunde wie Ambri-Piotta im Vorjahr, das in die Verlängerung musste, oder gar eine Blamage wie vor fünf Jahren der HC Davos, der sich im Chreis vom Underdog übertölpeln liess, haben sie keine Lust.

«Wir wollten dem Gegner keine Hoffnung geben.»
Lions-Verteidiger Tim Berni

«Wir wollten dem Gegner keine Hoffnung geben», sagt Tim Berni hernach. Der Lions-Verteidiger, der aus dem Dübendorfer Nachwuchs stammt, bilanziert zufrieden: «Es hat viel geklappt bei uns und Spass gemacht.»

Die Gäste starten furios. Nach lediglich sechs Sekunden taucht Sven Andrighetto alleine vor dem Tor des Heimteams auf, reüssiert aber nicht. Das Verpasste holen die Profis allerdings zügig nach.

Bevor die Hälfte des Startdrittels vorbei ist, hat Denis Hollenstein den überlegenen Favoriten wegweisend 2:0 in Führung gebracht. Der Stürmer trifft beide Mal im Powerplay. Am Ende hat er drei Tore und drei Assists auf dem Konto.   

Ein heftiger Sturm

Der Zürcher Auftritt ist beeindruckend. Der Unterschied zwischen dem hellwachen NLA-Leader und dem Fünften der MSL gross. Die Lions legen ein Tempo, eine Wucht und Entschlossenheit aufs Eis, dem die Dübendorfer Amateure nichts entgegen setzen können, ausser ihren aufopferungsvollen Kampf.

Wie heftig der Sturm ist, der über sie braust, zeigt allein der Umstand, dass sie in der Startphase kaum in Puckbesitz sind. Und nach noch nicht einmal einer Viertelstunde bereits vier Strafen auf dem Konto haben.

Wenigstens keine Strafen mehr

Ab dem zweiten Drittel dämmen die Glattaler ihre Strafenflut zwar erfolgreich ein. Der Beginn des zweiten Abschnitts ist zugleich ihre beste Phase – begünstigt durch ein leichtes Nachlassen des Gegners.

Der EHCD tritt nun aber auch mutiger auf. Er kann einige Angriffe lancieren und kommt in einem Powerplay kurz hintereinander durch Dominik Hardmeier und Cyrill Kreis zu seinen zwei besten Möglichkeiten der Partie.  

Der Auslauf ist schell vorbei

Schnell aber ist der Auslauf der Dübendorfer beendet. Ab Spielmitte drückt der ZSC wieder vehement aufs Tempo. Er kennt kein Pardon. Innerhalb von wenigen Minuten schrauben die Gäste das Skore bis zur zweiten Pause auf 7:0.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss man beim EHCD vor einem «Stängeli» Angst haben. Soweit kommt es dann aber nicht – obwohl die Lions den Fuss auch im Schlussabschnitt nicht vom Gas nehmen.

Der Liveticker von Florian Bolli zum Nachlesen:

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