Nur ein Sieg fehlte dem EHC Dürnten Vikings zum erneuten Ostschweizer Zweitliga-Meistertitel – und damit zur Titelverteidigung. «Natürlich diskutierten wir darüber, wie es hätte ausgehen können», sagt Vikings-Trainer Gunnar Hosner.
Gerade der Saisonabbruch ist aber womöglich auch ein Grund, weshalb Hosner weiter auf das Gros des erfolgsverwöhnten Teams (sechs Finals seit 2011, drei Titel) zählen kann. Er sagt: «Sie sind hungrig und wollen nochmals den Kübel.» Es ist keine Selbstverständlichkeit. Viele der Leistungsträger sind mittlerweile um die 30 oder älter. «Wir müssen immer mit Abgängen rechnen», sagt Hosner.
Tatsächlich stehen mit Moreno Voneschen, Fabian Tschanz und Diego Ardizzone verdiente Kräfte nicht mehr zur Verfügung. Spieler vom Schlage der Rüegg-Brüder, Michel De Martin oder Adrian Stoob zu bekommen, sei allerdings schwieriger geworden, ist für den Coach klar. «Die Klubs aus der MSL und 1. Liga grasen alles ab.»
Neue Hoffnungsträger
Und trotzdem: Mit Tobias Hardmeier stiess ein U20-Spieler der ZSC Lions dazu, der «dem Team gut tut» (Hosner). Insbesondere Gabriele Cereghetti (von Biasca/Chiasso) und Dallas Richard (Rapperswil-Jona 2) – der jüngere Bruder von Nationalspieler Tanner – sollen zudem den Substanzverlust auffangen.

