Rund 20 Minuten nach dem Ende des dritten Finals zwischen Frauenfeld und Wetzikon (3:2) hatten sich die Gemüter am Dienstag beim Oberländer Erstligisten beruhigt. Dass man die erste Chance verpasst hatte, sich den Ostschweizer Meistertitel zu sichern, war abgehakt.
Selbstverständlich war die entspannte Stimmung in der Wetziker Garderobe nicht. Nicht nach diesem Abend, an dem sich der Schiedsrichter mit seiner kleinlichen Regelauslegung in den Mittelpunkt gepfiffen hatte. Am Anfang fühlten sich die Frauenfelder benachteiligt, ab Spielhälfte übernahmen die Gäste diese Rolle.
«Wir müssen damit besser umgehen. Denn es sind Strafen, die uns immer wieder einen Schritt zurückwerfen.»
Nicolas Marzan, Captain EHC Wetzikon
Nach nur 112 Sekunden sprach der Referee, dem die Partie bald einmal entglitt, erstmals eine Strafe aus. Der Strom versiegte nie mehr. Je 14 kleine Strafen fassten die Teams in der ruppig und emotional geführten Begegnung, dazu kamen beidseits Disziplinarstrafen. Bisweilen waren die Kühlboxen besser besetzt als eine S-Bahn im morgendlichen Pendlerverkehr.

