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Eishockey

Wetziker Detailpflege und ein Knall

Der EHC Wetzikon hat in Frauenfeld die erste Chance, sich den Ostschweizer Meistertitel zu sichern. Beim Gegner ist es vor dem dritten Finalspiel derweil turbulent zu- und hergegangen.

Der EHC Wetzikon (Adrian Rykart, links) hält im Duell gegen Frauenfeld derzeit die Trümpfe in der Hand.

Foto: David Kündig

Wetziker Detailpflege und ein Knall

Zwei Spiele sind in der Finalserie zwischen Frauenfeld und dem EHC Wetzikon absolviert. Nach zwei 3:2-Erfolgen hält der Oberländer Erstligist am Dienstag bereits einen Matchpuck in der Hand. Von Euphorie ist beim EHCW trotz bestmöglicher Ausgangslage nichts zu spüren.

Stellvertretend dafür stehen die Aussagen von Roger Keller. «Wir haben zwei Siege, nicht mehr. Das nächste Spiel fängt wieder bei 0:0 an», wirft der Trainer eine Floskel in den Ring. Dann sagt er: «Klar wollen wir den Sack zumachen, aber geschenkt wird uns nichts.»

Wir müssen uns auf uns konzentrieren.»

Roger Keller, Trainer EHC Wetzikon

Die Wetziker zeigten am Samstag gegenüber dem Startspiel eine erhebliche Leistungssteigerung. Sie waren sehr lauf- und spielfreudig, kämpften beherzt und reagierten auf Rückschläge abgebrüht. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war auch Odin Neuenschwander. Dem Goalie gelang erneut ein hervorragender Auftritt – wie in Frauenfeld wurde er zum Matchwinner.

Captain Nicolas Marzan sieht trotz all diesen positiven Punkten weitere Verbesserungsmöglichkeiten. Zum Beispiel bei der Disziplin. Die Wetziker nahmen wiederum zu viele Strafen. «Auch dumme in der Offensivzone», bemängelt Marzan. Nicht ideal war aus seiner Sicht zudem, dass sich Wetzikon mit dem knappen 3:2-Vorsprung in der Hand in der Schlussphase von den Thurgauern zu tief in die eigene Zone drücken liess. Marzan sagt: «Das müssen wir cleverer spielen.» 

Verhängnisvolle Nachricht, falsche Gruppe

Die Wetziker können sich gelassen aufs dritte Finalspiel vorbereiten. Sie wissen: Die Basis für den nächsten Ostschweizer Meistertitel nach 2018 ist gelegt. Grundlegendes muss nicht hinterfragt werden, einzig Detailpflege ist angesagt.

Anders sieht das beim Gegner aus, der unter Siegzwang steht. Der EHC Frauenfeld hat turbulente Stunden hinter sich. Vorerst ist es nur ein Gerücht, am Montagnachmittag aber bestätigt der Klub: Er hat sich per sofort von Trainer Kevin Schüepp getrennt. Nach dem Spiel in Wetzikon seien Grundwerte verletzt worden, für die man einstehe, begründet der Klub. Und hält fest: Dieser Wechsel basiert somit auf keinen sportlichen Kriterien. Das wirft die Frage auf: Was ist passiert?

Mehreren voneinander unabhängigen Quellen zufolge ist eine Whatsapp-Nachricht von Schüepp in einem falschen Chat gelandet. Über den Inhalt ist nichts Genaues bekannt. Die Trennung lässt aber vermuten, dass sich Schüepp in der Nachricht abschätzig über das Team oder den Verein äusserte.

Für den 38-Jährigen, der den Klub am Saisonende sowieso verlassen hätte, springt nun Nachwuchschef Andreas Küng ein. EHCW-Trainer Keller will die Wirren beim Gegner nicht gross kommentieren. Er sagt: «Wir müssen uns auf uns konzentrieren.»

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