Zwei Spiele sind in der Finalserie zwischen Frauenfeld und dem EHC Wetzikon absolviert. Nach zwei 3:2-Erfolgen hält der Oberländer Erstligist am Dienstag bereits einen Matchpuck in der Hand. Von Euphorie ist beim EHCW trotz bestmöglicher Ausgangslage nichts zu spüren.
Stellvertretend dafür stehen die Aussagen von Roger Keller. «Wir haben zwei Siege, nicht mehr. Das nächste Spiel fängt wieder bei 0:0 an», wirft der Trainer eine Floskel in den Ring. Dann sagt er: «Klar wollen wir den Sack zumachen, aber geschenkt wird uns nichts.»
Wir müssen uns auf uns konzentrieren.»
Roger Keller, Trainer EHC Wetzikon
Die Wetziker zeigten am Samstag gegenüber dem Startspiel eine erhebliche Leistungssteigerung. Sie waren sehr lauf- und spielfreudig, kämpften beherzt und reagierten auf Rückschläge abgebrüht. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war auch Odin Neuenschwander. Dem Goalie gelang erneut ein hervorragender Auftritt – wie in Frauenfeld wurde er zum Matchwinner.
Captain Nicolas Marzan sieht trotz all diesen positiven Punkten weitere Verbesserungsmöglichkeiten. Zum Beispiel bei der Disziplin. Die Wetziker nahmen wiederum zu viele Strafen. «Auch dumme in der Offensivzone», bemängelt Marzan. Nicht ideal war aus seiner Sicht zudem, dass sich Wetzikon mit dem knappen 3:2-Vorsprung in der Hand in der Schlussphase von den Thurgauern zu tief in die eigene Zone drücken liess. Marzan sagt: «Das müssen wir cleverer spielen.»

