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Eishockey

Der Titelverteidiger legt vor

Die Dürnten Vikings gewinnen den ersten Playoff-Final gegen Illnau-Effretikon 5:3.

Die Vikings-Spieler freuen sich über den Treffer zum 2:0 durch Noel Brunner., Dürntens Alain Deubelbeiss sorgt für Unruhe vor dem Effretiker Gehäuse.

Foto: David Kündig

Der Titelverteidiger legt vor

Der Fan des EIE war so zuversichtlich. «Das zweite Drittel war in allen bisherigen Playoff-Partien immer das Beste», sagte er. Oft konnte der EHC Illnau-Effretikon das Spiel im Mittelabschnitt in die Spur lenken.

Beim 3:5 im ersten Finalspiel der Best-of-5-Serie gegen die Dürnten Vikings aber nicht. Auch wenn er die Möglichkeiten dazu hatte.

Vor allem Mirco Hofer hatte in dieser Phase mehrfach das Anschlusstor zum 1:2 auf dem Stock. Er scheiterte aber immer wieder am jungen Vikings-Keeper Darren Bona.

Und als Lorenz Kuhn in der 34. Minute ebenso aus bester Position vergab, kam es für die Gastgeber in der eigentlich besten Phase knüppeldick.

Zuerst traf Adrian Stoob praktisch im Gegenzug, dann doppelte Mario Senn keine Minute später nach. Als wäre es nicht schon genug erzielte Michel Kunz sogar das 5:0 (38.).

Der EIE mit viel Moral

Die Entscheidung? Mitnichten. Der EIE kam nochmals eindrücklich zurück. Claudio Beltrame und Lorenz Kuhn hauchten ihm mit zwei Treffern innert 50 Sekunden neue Hoffnung ein.

Und spätestens als Philip Beeler in der 51. Minute sogar zum 3:5 verkürzte, war der Glaube an die Wende wieder zurück.

Es wurde nochmals laut und hektisch im Eselriet. Die Vikings hatten einige heikle Momente zu überstehen, bis der Sieg feststand. «Ein geniales Drittel. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt», lobte EIE-Sportchef Mike Häbig.

«Ein 5:0 wäre nicht gut für uns gewesen.»

Gunnar Hosner, Trainer EHC Dürnten Vikings

Dürntens Coach Gunnar Hosner kam derweil der wilde Spielverlauf gar nicht ungelegen. «Ein 5:0 wäre nicht gut für uns gewesen», sagte er. Und dem EIE dürfte der Auftritt im dritten Abschnitt die Gewissheit geben, den Oberländer Rivalen in echte Verlegenheit bringen zu können. 

Illnau-Effretikon musste mit dem 3:5 erstmals nach 15 Siegen in Folge wieder als Verlierer vom heimischen Eis.

Es waren genau diese Vikings, die vor einem Jahr den EIE in die Knie gezwungen hatten, und gleichzeitig den damaligen Viertelfinal beendeten.

Der Erfolg der Dürntner vom Donnerstag war zwar nur ein erster, kleiner Schritt zur Titelverteidigung, er war aber auch eine Lektion in Sachen Effizienz.

Zu viel Platz gelassen

In eiskalter Manier hatte der Schweizer Zweitliga-Meister im ersten Drittel die Basis gelegt. Der wieselflinke Yves Rüegg war es, der in der 4. Minute einem Illnau-Effretiker an der blauen Linie die Scheibe abluchste und in Unterzahl alleine auf Dennis Volkart losstürmend zum 1:0 traf.

Wenig später legte Noel Brunner nach (7.). «Der EIE hat uns in dieser Phase zu viel Platz gelassen», konstatierte Vikings-Coach Hosner.

Mitentscheidend im temporeichen und offen geführten Derby waren auch die Überzahl-Situationen.

Der EIE musste nämlich nicht nur das erste Tor bei eigener Überzahl einstecken, er verspielte auch mehrfach eine Powerplay-Chance postwendend mit einer eigenen Strafe.

Und in der Schlussphase blieben sogar mehrere 5:3-Situationen ungenutzt. Ein viertes Tor hätte Dürnten wohl endgültig ins Wanken gebracht.
 

 

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