So etwas nennt man dann wohl Hingabe. Statt von seinem Wohnort in Weinfelden den kurzen Weg nach Frauenfeld zu nehmen, fährt Roger Keller am Donnerstag erst nach Wetzikon, um danach gemeinsam mit der Mannschaft an den Spielort zu gelangen.
Für den Thurgauer ist der Playoff-Final zwischen Wetzikon (2.) und dem Qualifikationssieger eine spezielle Affiche. Er durchlief einst den Frauenfelder Nachwuchs und unterhält noch heute gute Kontakte in den Verein. «Das nützt mir nichts», sagt Keller und lacht. «Insiderwissen habe ich dadurch keines.»
«Wir waren diszipliniert und machten wenig Fehler. Das ist auch gegen Frauenfeld wichtig.»
Roger Keller, Trainer EHC Wetzikon
Letzteres brauchen die Wetziker gar nicht. Der Oberländer Erstligist weiss, was ihn in der Best-of-5-Serie erwartet. Frauenfeld stellt eine ausgeglichene Mannschaft mit routinierten Einzelspielern wie Topskorer Pascal Gemperli (29). Dreimal trafen die zwei besten Teams der Ostgruppe diese Saison aufeinander. Zweimal setzen sich die Thurgauer durch, einmal nach einem 1:4-Rückstand.
«Sie haben sehr viel Charakter», lobt Keller in diesem Zusammenhang und erinnert sich daran, dass jene Partie kurz vor Weihnachten ein offener Schlagabtausch gewesen war.

