Der zweite Overtime-Treffer zählt
Ein Glücksspiel sei die Overtime jeweils, findet Vikings-Trainer Gunnar Hosner. Glück aber hatten die Dürnten Vikings in der Verlängerung gegen Bassersdorf vorerst keines, sondern gar das Gegenteil. Der vermeintliche Siegtreffer des Oberländer Zweitligisten wurde von den Schiedsrichtern aberkannt – wegen angeblichen Handspiels des Torschützen Loris Voneschen.
Kurz darauf war das Startspiel der Halbfinal-Serie zwischen den Vikings und den Unterländern dann tatsächlich vorbei. Yves Rüegg profitierte nach 66 Minuten von einem gegnerischen Scheibenverlust an der blauen Linie, zog davon und traf zum 5:4.
«Bassersdorf war stark.»
Vikings-Trainer Gunnar Hosner
Der Sieg der Dürntner war letztlich verdient. Das Heimteam agierte im über weite Strecken ausgeglichenen und spannenden Spiel im dritten Abschnitt und der Verlängerung druckvoller als die Gäste und erarbeitete sich in dieser Phase mehr Chancen als die überwiegend auf Konter spekulierenden Unterländer.
«Bassersdorf war stark», lobt Hosner den Gegner allerdings. Der Vikings-Coach erwartet auch im weiteren Verlauf der Serie harte Gegenwehr.
Die Nummer 8 im Visier
Mehr als einmal in der Wiederauflage des letztjährigen Playoff-Finals hatten die Vikings das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Sie führten dreimal, mussten jeweils aber nur kurz darauf gegen die aufsässig und schwungvoll auftretenden Gäste den Ausgleich einstecken. Nach einer unübersichtlichen Situation und auf glückhafte Art und Weise fiel dabei das 4:4 in der Schlussphase des dritten Drittels.
Wie der Puck den Weg ins Tor fand sei nicht genau nachzuvollziehen, sagt Hosner. «Er flog wohl über die Schulter unseres Goalies», vermutet er.
Vom erneuten Rückschlag liess sich der Titelverteidiger, bei dem ein arriviertes Trio fehlte und im Verlauf der Begegnung auch noch Stürmer Mario Senn verletzt ausfiel, allerdings nicht beirren. Er spielte weiterhin zielstrebig nach vorne. Und wurde für seine Bemühungen mit Verzögerung belohnt.
Sieben Siege in Serie haben die Vikings in den Playoffs mittlerweile aneinandergereiht. Nun haben die Dürntner Nummer 8 im Visier – am Dienstag im zweiten Halbfinal-Duell gegen Bassersdorf.
