Die Hilfe kommt aus dem Ruhestand
Erst nahmen die Argovia Stars dem EHC Wetzikon mit ihrem hartnäckigen Auftreten die Spielfreude, in der Schlussphase dann auch die scheinbar souveräne 3:1-Führung. Dank Gianni Brandis Durchsetzungsvermögen in der Verlängerung entschied der Oberländer Erstligist das zweite Spiel der Viertelfinalserie am Donnerstag dennoch 4:3 für sich.
Eine weitere Niederlage hätte den Favoriten in arge Schieflage gebracht. So aber ist die Best-of-5-Serie beim Stand von 1:1 zu einer Best-of-3-Serie verkommen, die am Samstag fortgesetzt wird. Dass sich die Wetziker mit den spielerisch limitierten, aber gut organisierten Aargauern schwertun, kommt nicht überraschend. Trainer Roger Keller hatte schon vor Beginn der Playoffs vor ihnen gewarnt.
«Die guten 50 Minuten mitnehmen, den Rest vergessen.»
Roger Keller, Trainer EHC Wetzikon
Auch wenn er es im zweiten Spiel verpasste, den Sack zuzumachen und so unnötig zittern musste, zeigte der EHCW nach dem verpatzten Auftritt im Startspiel eine Leistungssteigerung. Darauf lässt sich aufbauen, findet Keller.
«Die guten 50 Minuten mitnehmen, den Rest vergessen», lautet seine Empfehlung. «Und mit Freude spielen und geduldig sein.»
«Er wird uns Freude bereiten»
Wegen der momentan dünnen Personaldecke sind ab sofort auch zwei eigentlich bereits zurückgetretene Stürmer wieder Teil der Mannschaft. Lukas Dietrich (28) – er ist zugleich Teamchef der 1. Mannschaft – sowie Peter Hürlimann feierten bereits am Donnerstag ihre Comebacks.
Der langjährige EHCW-Angreifer Hürlimann nimmt einen speziellen Platz in der Vereinschronik ein, seit er 2018 im Final um den Meistertitel der 1. Liga das entscheidende Tor erzielte.
«Ich mache sie!» – Hürlimann sagte sein Meistertor an
13.08.2018

Schweizermeister EHC Wetzikon
Der EHC Wetzikon krönt seine starke Saison mit dem Gewinn des Schweizermeistertitels in der 1. Beitrag in Merkliste speichern Hürlimann liebäugelte schon länger mit einer Rückkehr. Der 32-Jährige trainierte öfters mit dem Team und spielte in der 2. Mannschaft der Wetziker. Keller begrüsst das Comeback des Routiniers.
Er sagt, bei dessen Debüt sei in einigen Szenen sichtbar gewesen, dass ihm der Rhythmus noch etwas fehle. Aber Hürlimann könne dem Team auf und neben dem Eis helfen, ist der Coach überzeugt. «Er wird uns noch viel Freude bereiten.»
