Der EHC Wetzikon muss eine Extraschicht einlegen
Mit etwas Verspätung ist auch der EHC Wetzikon in den Playoffs angekommen. Der Oberländer Erstligist hat am Donnerstag auf seine Auftaktniederlage vom Dienstag die richtige Antwort gegeben, musste dafür allerdings einen Umweg über die Verlängerung in Kauf nehmen. In dieser erlöste Gianni Brandi (65.) den Favoriten, indem er einen Abpraller zum 4:3-Siegtor verwertete.
Die Wetziker müssen sich an der eigenen Nase nehmen, dass sie überhaupt eine Extraschicht einlegen mussten und so unnötig ins Zittern gerieten. Gegenüber dem ersten Spiel der Viertelfinal-Serie gelang ihnen zwar eine Steigerung. Sie traten engagiert und solidarisch auf, hatten spielerisch klare Vorteile, verpassten es allerdings in der ab dem zweiten Drittel sehr zerfahrenen Partie, sich frühzeitig ein sicheres Polster anzuschaffen.
Mehrfach vergaben die Gäste aus bester Position das 4:1, zudem nahmen sie zu viele Strafen, wofür sie in der Schlussphase des dritten Drittels prompt bestraft wurden. In der 59. Minute erzielte Marc Gisin für das Heimteam in Überzahl das Anschlusstor. Vier Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit traf derselbe Spieler von der blauen Linie aus zum 3:3.
Zu dürftiger Lohn
Dabei hatte zu Beginn noch wenig auf eine Wetziker Zitterpartie gedeutet. Der EHCW trat vom ersten Scheibeneinwurf an genau so auf wie jemand, der etwas gutzumachen hat. In Anbetracht seiner Vorteile war der noch vor Ablauf der Startviertelstunde erarbeitete 2:0-Vorsprung aber ein zu dürftiger Lohn.
Die Argovia Stars hatten dem Auftritt der Gäste vorerst schlicht nichts entgegen zu setzen – und fanden dennoch in der 19. Minute überraschend zurück in die Partie, als Pascal Wittwer nach einem Aargauer Bullygewinn im Wetziker Drittel an die Scheibe kam und sofort abzog.
Mit einem kaltschnäuzig verwandelten Penalty stellte Gian-Andrea Thöny in der 25. Minute den alten Zweitore-Vorsprung wieder her. Dieser schien auch zu reichen, ehe der Aargauer Doppelschlag die Wetziker kurzzeitig ins Unglück stürzte.
