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Eishockey

Wetzikon verbrennt sich die Finger

Der EHC Wetzikon erwacht zu spät und verliert gegen die Argovia Stars 2:3.

So haben sie sich den Playoff-Auftakt nicht vorgestellt: Enttäuschte Wetziker nach der Startniederlage gegen Argovia.

Foto: Christian Merz

Wetzikon verbrennt sich die Finger

Der Auftakt in die Playoffs ist dem EHC Wetzikon missglückt. Der Oberländer Erstligist unterlag daheim nach einer mehrheitlich ungenügenden Leistung den Argovia Stars 2:3. Die Wetziker machten lange einen genügsamen Eindruck und schienen darauf zu vertrauen, in der entscheidenden Phase noch einen Gang zulegen zu können.

Das taten sie denn auch. Die letzten zehn Minuten gehörten dem Heimteam, das nun endlich dezidiert angriff und jene Entschlossenheit an den Tag legte, die es lange vermissen liess. Den 2:3-Rückstand, den er sich zu Beginn des Schlussdrittels eingehandelt hatte, vermochte der EHCW trotzdem nicht mehr zu egalisieren, sodass man festhalten muss: Das Wetziker Spiel mit dem Feuer ist schief gegangen. 

Der EHCW ist fraglos in der Lage, auf diesen Rückschlag zu reagieren und die Best-of-5-Serie für sich zu entscheiden. Klar aber ist auch: Die Wetziker müssen sich steigern, um sich gegen die solide verteidigenden Aargauer durchsetzen zu können.

Bruder Leichtfuss ist im Haus

Zwei Spiele, zwei Siege. Eine makellose Bilanz also. Und dennoch hatte Trainer Roger Keller nach den zwei Erfolgen seiner Mannschaft in der Qualifikation vor den Argovia Stars gewarnt. «Wir spielten gegen sie nicht berauschend», erinnerte er sich und sagte zugleich, dass die Aargauer kein einfacher Gegner seien.

Berauschend war es in der Tat nicht, was die Wetziker am Dienstag grösstenteils aufs Eis brachten. Ihren Angriffen mangelte es rund 50 Minuten an der nötigen Präzision und Wucht, im eigenen Drittel wirkte der spielerisch und läuferisch überlegene Gastgeber immer wieder fahrig, vor allem im Startdrittel und zu Beginn des zweiten Abschnitts. Ein paarmal ging das gut – auch dank Goalie Odin Neuenschwander. 

In der 17. Minute aber wurde das unbedarfte Abwehrverhalten von den Aargauern innerhalb von 29 Sekunden gleich doppelt bestraft. Erst nützte Neher einen groben Fehler von Luchsinger aus, der als hinterster Mann die Scheibe einem Gegner in den Schuh gespielt hatte. Und kaum war die Scheibe wieder im Spiel, profitierte Heiniger von der Unentschlossenheit der EHCW-Abwehr. 

Nur kurze Druckphase  

Bis kurz vor der Spielmitte machten die Wetziker ihr Defizit gegen den beherzt kämpfenden und auf Konter lauernden Gegner wieder wett – ohne dabei das Tempo merklich angezogen zu haben. Über wie viel Klasse die Mannschaft eigentlich verfügen würde, zeigte sie beim 2:2, einem schnörkellos vorgetragenem Angriff, den Brandi in der 29. Minute mit einem trockenen Schuss abschloss. 

Der Ausgleich gab dem Heimteam etwas Auftrieb, der EHCW lief nun mehr und verstärkte seine Angriffsbemühungen. Statt aber das Zepter endgültig an sich zu reissen, war die Druckphase nur von kurzer Dauer. Schwungvoll griff der grosse Favorit erst an, als ihm die Felle davon schwammen. Er stoppte sich in der Schlussphase dabei durch Fehler im Spielaufbau und Ungenauigkeiten immer wieder selber, deshalb rannte er letztlich vergebens dem 3:3 nach.
 

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