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Eishockey

Darum denken sie nur an sich selber

Der EHC Illnau-Effretikon und die Dürnten Vikings starten mit derselben Haltung in die Playoffs, denn in ihren Achtelfinalserien sind sie jeweils Favoriten.

Der EIE (Philip Beeler, links) hatte in der Qualifikation gegenüber den Dürnten Vikings erstmals die Nase vorne.

Archivfoto: Christian Merz

Darum denken sie nur an sich selber

Im Prinzip waren die bisherigen 18 Spiele nicht mehr als ein Vorgeplänkel. Die Qualifikation eine Art lange Saisonvorbereitung auf die am Samstag mit dem ersten Achtelfinal beginnende K.o.-Phase. Die Gefahr nämlich, dass der EHC Illnau-Effretikon und die Dürnten Vikings in ihrer Zehnergruppe die Playoffs der besten acht Teams hätten verpassen können, war praktisch gleich null.

Zu stark sind die Oberländer Zweitligisten besetzt, seit Jahren haben sie ein Abonnement auf Spitzenplätze. Die Vikings räumten letzte Saison gar alles ab – erst in der Ostschweiz, danach gewannen sie auch den erstmals ausgespielten nationalen Meistertitel.

Der Start der Meisterschaft

Der doppelte Titelverteidiger beendete die vom SC Weinfelden gewonnene Qualifikation auf Rang 3 – und damit erstmals überhaupt hinter dem Lokalrivalen, mit dem er seit der Saison 2013/14 in derselben Gruppe eingeteilt ist. 

Der EIE hat in den vergangenen Monaten Aussergewöhnliches geleistet. Er hat in der Qualifikation nicht nur am wenigsten Gegentore aller 20 Ostschweizer Zweitligisten klassiert. Das Team von Trainer Giorgio Giacomelli gewann auch alle neun Heimspiele im Eselriet und reihte zudem zuletzt zwölf Siege aneinander. Der Selbstvertrauenspegel dürfte nach diesen Erfolgen auf dem Höchststand sein. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, weil ja laut Trainer Giacomelli erst jetzt «die Meisterschaft richtig anfängt».

In der 1. Runde wartet der Küssnachter SC auf den EIE. Die Innerschweizer beendeten die Qualifikation in der anderen Gruppe auf Rang 7. Ihre Form scheint ebenfalls zu stimmen – sie gewannen sechs ihrer letzten sieben Spiele. Die Oberländer steigen dennoch als Favorit ins Duell und sie halten zu Beginn der Best-of-5-Serie mit dem Heimrecht einen weiteren Trumpf in der Hand.

Beim EHC Illnau-Effretikon rechnet man mit einem kämpferischen Gegner. Das Hauptaugenmerk richtet der EIE konsequenterweise allerdings nicht darauf, wie die Küssnachter auftreten, sondern auf sich selber. Giacomelli sagt: «Wir müssen unser Spiel spielen.»

Das andere Team

Dieselbe Aussage tätigt auch Vikings-Trainer Gunnar Hosner vor den Achtelfinalduellen gegen den für sein körperbetontes Spiel bekannten EHC Schaffhausen. Die defensiv anfälligen Schaffhauser gerieten in der Schlussphase der Qualifikation ins Tief. Sie beendeten ihr Pensum in der Gruppe 1 mit vier Niederlagen in Serie auf dem 6. Platz.

«Wir mussten permanent umstellen.»
Vikings-Trainer Gunnar Hosner

Deutlich besser, wenn auch vielleicht nicht ganz so gut wie von vielen erwartet, schlossen die Dürntner ab. Mit dem dritten Rang der Vikings kann Hosner gut leben, wie er sagt: «Damit sind wir zufrieden, wenn man bedenkt, welche Ausfälle wir hatten. Wir mussten permanent umstellen.»

Rechtzeitig vor der schönsten Zeit des Jahres, wie die Playoffs von Spielern und Trainer immer wieder bezeichnet werden, hat sich das Lazarett nun gelichtet. Hosner rechnet gar mit dem Comeback von Stürmer Mischa Rüegg. Kehrt er tatsächlich zurück, wäre die Sturmlinie der Brüder Andy, Yves und Mischa Rüegg wieder komplett.

Ein gutes Omen ist zugleich: Die Vikings können sich in der entscheidenden Phase jeweils erheblich steigern. Oder wie Hosner sagt: «In den Playoffs ist das ein anderes Team.» 

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