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Eishockey

Der spezielle Einstieg nach den Festtagen

Der EHC Illnau-Effretikon und die Dürnten Vikings treffen im ersten Spiel des Jahres aufeinander.

Vikings-Stürmer Mario Senn (hinten) bearbeitet EIE-Akteur Mirco Hofer.

Archivfoto: Christian Merz

Der spezielle Einstieg nach den Festtagen

Besser geht nicht: Das neue Jahr beginnt für die zwei Oberländer Zweitligisten mit dem Direkt­duell. Der nach 14 Runden auf Platz 4 klassierte EHC Illnau-Ef­fretikon empfängt am Samstag die zwei Ränge vor ihm liegenden Dürnten Vikings.

«Das ist natürlich speziell, nach der Pause gleich mit einem Derby einzusteigen», sagt Gunnar Hosner. Der Trainer der Vikings freut sich auf die Affiche – wegen der zu erwartenden guten Stimmung im Eselriet, aber auch der sportlichen Herausforderung wegen.

«Wir können den Meister schlagen.»
EIE-Coach Giorgio Giacomelli

«Wir wissen, wie gefährlich der EIE ist», zollt der in Illnau-Effretikon aufgewachsene Hosner dem Gegner Respekt.

Nur zwei Punkte hat der EHC Illnau-Effretikon diese Saison zu Hause den Gegnern überlassen. Das Jahr 2019 beendete das Team von Trainer Giorgio Giacomelli zudem mit einem 9:1-Sieg gegen St. Moritz äusserst stilsicher – es war der achte Sieg in Serie.

Da ist es nur verständlich, hofft Giacomelli nach der Pause, «dass es bei uns auf dem gleich hohen Level weitergeht». Der Trainer, dessen Vertrag unlängst um ein Jahr verlängert wurde, steigt selbstbewusst ins Derby.

Er sagt, man habe keine Angst vor den Dürntnern, die letzte Saison den nationalen Zweitliga-Titel gewannen. Er ist sicher: «Wir können den Meister schlagen.»

Den Rivalen vor der Sonne

Gelingt es dem EIE tatsächlich, seine imposante Erfolgsserie auszubauen, rückt er in der Tabelle bis auf einen Punkt an den Oberländer Rivalen heran. Dieser stand ihm in den letzten Jahren ständig vor der Sonne.

Seit der Saison 2013/14 spielen die zwei Teams in derselben Gruppe. Und immer landeten die Vikings nach der Qualifikation einen Rang vor dem lokalen Konkurrenten. Sogar dann, als die beiden Spitzenmannschaften das Pensum punktgleich beendeten.

Kommt hinzu: Nur einmal in dieser Zeitspanne gewann der EIE beide Qualifikationsduelle. Das wird in der laufenden Meisterschaft nicht mehr möglich sein, unterlag er doch in der Vorrunde den Vikings in einem engen Spiel 3:4.

Das war Mitte Oktober – es war die letzte Niederlage von Giacomellis Team. Seither hat der EIE in der Meisterschaft immer einen Weg zum Sieg gefunden.

Stammgoalie Ryffel fällt aus

Vom Verlauf her war das Derby derweil ein Abbild der Dürntner Saison. Die Vikings begannen stark, verspielten im Mitteldrittel ihren 2:0-Vorsprung wieder, ehe sie in der Schlussphase nochmals zuschlugen.

«Ausschlaggebend ist, dass wir über die gesamten 60 Minuten Hockey spielen.»
Vikings-Coach Gunnar Hosner

Warum bei den Dürntnern so häufig im zweiten Drittel der Wurm drin ist, kann sich Gunnar Hosner nicht erklären. Aber vor diesem Hintergrund ist seine Forderung vor dem Derby nachvollziehbar. Der Vikings-Trainer sagt: «Ausschlaggebend ist, dass wir über die gesamten 60 Minuten Hockey spielen.»

Daneben gelte es, die Emotionen stets im Griff zu haben und viel Laufbereitschaft zu zeigen.

An der Personalsituation wird Letzteres nicht scheitern. Die Vikings werden im Gegensatz zur letzten Partie vor Weihnachten (10 Feldspieler) im Derby mit einer erheblich besser besetzten Mannschaft auflaufen.

Einen herben Ausfall aber haben sie zu verkraften. Stammgoalie Fabian Ryffel hat sich am Schlüsselbein verletzt und fällt lange aus. Nun muss der erst Ende November verpflichtete Daren Bona (21) in die Bresche springen.

«Er freut sich über die Chance», sagt Hosner. Und so viel ist klar: Langweilig dürfte es Bona nicht werden.

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