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Eishockey

Vikings-Abenteuer in Lenzerheide

Normalerweise stürmen die Dürnten Vikings mit drei Linien. In Lenzerheide rücken sie davon ab - mit Erfolg.

Vikngs-Stürmer Mario Senn (links) weiss, wie man seinen Körper richtig einsetzt.

Foto: Robert Pfiffner

Vikings-Abenteuer in Lenzerheide

Das Sportzentrum Dieschen in Lenzerheide liegt nicht ab der Welt. Und Schnee hat es im bekannten Bündner Ferienort auch noch keinen. Dennoch verwendet Gunnar Hosner bei der Analyse der Zweiliga-Partie zwischen Lenzerheide-Valbella und den Dürnten Vikings das Wort «Abenteuer».

Was der Trainer der Vikings damit meint? Um den jungen Spielern möglichst viel Auslauf gewähren zu können, spielte der Oberländer Zweitligist für einmal konsequent mit vier kompletten Sturmlinien. Statt wie üblich nur mit drei, was einen ganz anderen Rhythmus für die Spieler zur Folge hat. 

«Alles in allem war das gut.»
Vikings-Trainer Gunnar Hosner

Hosner kann das «Abenteuer» gleichwohl als Erfolg abbuchen. Die Vikings fuhren gegen den Aufsteiger die budgetierten drei Punkte ein. Auch wenn der Sieg mit 3:1 relativ knapp ausfällt und die Dürntner das entscheidende dritte Tor erst vier Minuten vor Schluss erzielten.

«Alles in allem war das gut», bilanziert Hosner. Nur eine einzige Strafe kassierten die Dürntner, weshalb sich der Trainer über einen sehr disziplinierten, wenn auch bisweilen etwas gar verhaltenen Auftritt freuen konnte.

Dass die Oberländer trotz zahlreichen Chancen bis in die Schlussphase nur mit einem Treffer vorne lagen, war ihrer mangelnden Effizienz, der zu grossen Verspieltheit und der guten Leistung von Lenzerheide-Goalie Sergio Collet geschuldet. 

Korrektur im Mitteldrittel

Der Start in die Begegnung verlief nicht nach dem Drehbuch der Dürntner. In der 8. Minute wurden sie für einen Fehler an der gegnerischen blauen Linie hart bestraft. Maurus Caflisch zog alleine davon und brachte die Bündner in Führung.

Die Gäste liessen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Sie liefen nun mehr, kontrollierten die Partie und legten die nötige Geduld an den Tag. Im zweiten Drittel gelang den Dürntnern die Korrektur. In der 22. Minute glückte Mirco Stuber der Ausgleich, kurz nach Spielhälfte schloss Yves 
Rüegg eine schöne Kombination mit der erstmaligen Führung ab. 

Das knappe 2:1 hatte bis kurz vor Schluss Bestand. Dann traf Joel Tobler im Powerplay zum 3:1. Zuvor hatten die Dürnten Vikings vier Überzahlspiele verstreichen lassen. Hosner ist sich bewusst: «Daran müssen wir noch feilen.» (ome)

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