Die Dürnten Vikings wie verwandelt
So richtig zufrieden war Dürntens Trainer Gunnar Hosner mit den bisherigen Auftritten seiner Mannschaft nicht.
Während Aufsteiger St. Gallen zum Saisonauftakt noch zumindest niedergerungen wurde, setzte es vor Wochenfrist gegen Engiadina sogar eine Niederlage für den Zweitliga-Meister ab.
Umso erfreulicher konnte er nach dem 3:1-Heimsieg über den EV Dielsdorf-Niederhasli erstmals zufrieden feststellen: «Wir sind so aufgetreten, wie ich mir das vorstelle». Hosner sprach von einem körperbetonten und schnellen Spiel. Sein einziger Kritikpunkt: «Wir haben zu viele Strafen gekriegt.»
Die Basis zum Erfolg legten die Oberländer mit zwei Toren im Startdrittel. Beide Male hatte Joel Tobler als Vorlagengeber seine Hände im Spiel. Zuerst bediente er Michel De Martin (7.), dann schickte der Verteidiger in einer Unterzahlsituation Mario Senn erfolgreich auf die Reise (19.).
«Das war Weltklasse herausgespielt.»
Dürnten-Trainer Gunnar Hosner
«Das war Weltklasse herausgespielt», bediente sich Hosner da sogar bei Superlativen.
Das in der letzten Saison in den Playoff-Achtelfinals am Lokalrivalen Illnau-Effretikon gescheiterte Dielsdorf-Niederhasli blieb aber auch in der Folge ein unbequemer Kontrahent. Das Anschlusstor in der 38. Minute war die logische Folge. Die Unterländer profitierten dabei auch vom zwischenzeitliche Nachlassen der Gastgeber.
Der Ausfall von Büsser
Einen eigentlichen Schockmoment hatten die Vikings im Schlussabschnitt zu verkraften, als Patrick Büsser unglücklich, aber mit voller Wucht, vom Schlittschuh eines gegnerischen Spielers getroffen wurde (44.). Der benommene Torhüter musste mit der Sanität ins Spital überführt werden, wo anschliessend eine schwere Hirnerschütterung diagnostiziert wurde.
«Er wird uns drei bis vier Wochen fehlen», sagt Trainer Hosner. Zu diesem Zeitpunkt führten die Dürntner Vikings allerdings bereits 3:1, nachdem Moreno Voneschen etwas glücklich erfolgreich war (42.).
Für die restlichen Minuten hütete derweil Fabian Ryffel das Gehäuse – und wurde auch nicht mehr bezwungen. «Die Mannschaft hat den Ausfall gut weggesteckt und es gerade für ‹Büssi› besonders gut machen wollen», freute sich Hosner.
