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Eishockey

Das verändert sich im Wetziker Kader

Beim EHC Wetzikon sind fast alle Personalfragen geklärt. Es herrscht viel Kontinuität, gibt aber dennoch eine Blutauffrischung –​​​​​​​ und einen überraschenden Entscheid.

Stefano Pons (Mitte) schlängelt sich auch nächste Saison für den EHC Wetzikon durch gegnerischen Verkehr.

Archivfoto: Christian Merz

Das verändert sich im Wetziker Kader

Der EHC Wetzikon hat seine Arbeiten am Kader gross mehrheitlich abgeschlossen. Am Gesicht des Oberländer Erstligisten, der zweimal hintereinander die Qualifikation für sich entschied und vor einem Jahr Schweizer Amateurmeister der 1. Liga wurde, ändert sich verhältnismässig wenig.

18 Spieler verlängerten ihren Vertrag, der Trainer heisst weiterhin Roger Keller. 

«Man ach tet ja jeweils darauf, dass der Altersdurchschnitt nicht zu hoch wird, um viele Abgänge auf einmal zu vermeiden.»
Teamchef Lukas Dietrich

Dennoch findet beim EHCW auch eine Blutauffrischung statt. Bisher hat Lukas Dietrich, der Teamchef der 1. Mannschaft, fünf  Zuzüge getätigt. Neu zu den Wetzikern stossen die Stürmer Toni Szabo, Lars Mathis und Robin Reinmann sowie Verteidiger Joel Brotzge. 

Letzterer spielte in der vergangenen Saison in der nordamerikanischen Juniorenliga WSHL für die Fresno Monsters. Beim kalifornischen Team war Brotzge, dem Dietrich einen ­guten ersten Pass attestiert, mit 9 Toren und 30 Assists punkt­bester Verteidiger. 

Physis statt reine Spiellust

Vom MSL-Team Chur kommt der aus dem Dübendorfer Nachwuchs stammende Toni Szabo, Lars Mathis (Pikes) und Robin Reinmann (Uzwil) sind ehemalige Lakers-Junioren. Während Lars Mathis erst eine Erstliga-Saison absolvierte, hat Reinmann bereits deren vier auf dem Konto. Der 24-Jährige erzielte zuletzt in der Qualifikation 15 Tore – nur zwei Wetziker Stürmer übertrafen diese Ausbeute. 

Mathis und Reinmann sind sogenannte Energiespieler mit Skorerqualitäten, zu deren Trümpfen Kampfkraft, Härte und Unerschrockenheit zählt. Dietrich hat sie verpflichtet, um die Mischung im technisch und spielerisch sehr guten Team etwas zu verändern und das physische Element zu stärken.

Je eine Position bleibt in der Verteidigung und im Sturm derzeit offen. Den 8. Platz in der ­Defensive werden die Wetziker wohl mit einem B-Lizenz-Spieler besetzen. In der Offensive dürfte nach Aussage von Teamchef Dietrich noch ein Leistungsträger dazustossen.   

Peter muss das Tor räumen

Auf der Goalieposition werden die Karten neu gemischt, weil der EHCW den Vertrag mit Yannik Peter nicht verlängerte. Der Entscheid überrascht – Peter lief ­intern nicht nur dem letztjährigen Meistergoalie Odin Neuenschwander den Rang ab, sondern war in den Ostschweizer Playoffs auch der statistisch beste Goalie. 

Dietrich führt als Gründe an, man sei mit Peters Einstellung und dessen Trainingsmoral nicht zufrieden gewesen. Nils Johnson (19) aus der Elite-A-Mannschaft der Lions füllt die Lücke. Dietrich sagt: «Ihn hoffen wir, langsam aufbauen zu können.»   

Insgesamt sieben Abgänge verzeichnet der EHCW, wobei einzig Raphael Röthlisberger dem Oberländer Erstligisten aus sportlichen Gründen den Rücken kehrt. Er wechselt in die MSL zum EHC Dübendorf zurück. Nico Rüedi und Timon Zuber verlassen das Team aus schulischen Gründen, Mischa Kräutli, Benjamin Schenk und Peter Hürlimann treten zurück. 

Mit den Abgängen von Schenk (27), Röthlisberger (28) und vor allem auch Hürlimann (32), der mit acht Saisons am Stück dienstältester EHCW-Spieler war, geht einiges an Routine verloren. Die Mannschaft wird jünger, da vier der fünf Zuzüge unter 21 sind.

«Das hat sich so ergeben», sagt Dietrich. Unglücklich darüber ist er gleichwohl nicht. «Man achtet ja jeweils darauf, dass der Altersdurchschnitt nicht zu hoch wird, um viele Abgänge auf einmal zu vermeiden.»

Luzern als Profiteur

Klar ist seit Montag, wer den in die MSL aufgestiegenen EHC Arosa in der Erstliga-Ostgruppe ersetzt. Der HC Luzern ist neu einer der Wetziker Gegner. Die Innerschweizer erfüllten die sportlichen Kriterien des Verbands zwar, profitieren aber auch davon, dass zahlreiche Teams abwinkten, die vor ihnen zum Zug gekommen wären.

An erster Stelle die Dürnten Vikings, die nach dem Ostschweizer Meistertitel auch den nationalen Titel in der 2. Liga holten. Auf ihrem Weg zum grossen Triumph räumten die Dürntner auch Luzern aus dem Weg – im Ostschweizer Halbfinal. 
 

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