Das auf diese Saison hin neu eingeführte Spiel um den 3. Platz braucht wohl niemand. Am allerwenigsten der EHC Wetzikon, der ungleich höhere Ziele verfolgte, als um die goldene Ananas spielen zu müssen. Dass er am Samstag nach einer 3:0-Führung Franches-Montagnes noch 3:6 unterlag und die Spieler dadurch die Bronzemedaillen verpassten, ist letztlich nur eine statistische Randnotiz.
Die Wetziker wollten unbedingt ihren Schweizer Meistertitel in der 1. Liga verteidigen. Letztlich aber schafften sie es durch die Finalniederlage gegen Arosa nicht einmal, den Ostschweizer Thron erneut zu besteigen. Der ganz grosse Wurf wie in der Vorsaison blieb also aus, obwohl noch 18 Spieler aus dem Meisterkader dabei waren.
Der EHCW zeigte zwei verschiedene Gesichter. Verkürzt zusammengefasst: Gegen starke Teams spielte er stark, gegen schwächere schwach.
Das Scheitern kam nicht völlig überraschend. Der EHCW entschied die Qualifikation zwar erneut zu seinen Gunsten. Er zeigte da aber zwei verschiedene Gesichter. Verkürzt zusammengefasst: Gegen starke Teams spielte er stark, gegen schwächere schwach.
Das Auf und Ab setzte sich danach in den Playoffs fort. Auf der ganz grossen Welle wie 2018, als es zwischenzeitlich 19 Siege aneinanderreihte, surfte das Team von Roger Keller nie. Dafür fehlte ihm das nötige Feuer, die letzte Opferbereitschaft, die in wegweisenden Momenten den Unterschied ausmacht. Aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit und der eine oder andere Leader. Schon in den Viertelfinals gegen Prättigau (8.) hatten die Wetziker arg zu beissen. Um ein Haar wären sie in der Serie 0:2 in Rückstand geraten.

