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Eishockey

Darum haben die Vikings das Messer am Hals

Den Dürnten Vikings winkt die Chance, als erstes Team überhaupt Schweizer Meister in der 2. Liga zu werden. Wirklich viel über ihre Gegner wissen die Dürntner allerdings nicht. Und vergleichbar mit Playoffs ist das Format der Endrunde ebenfalls nicht.

Vikings-Stürmer Adrian Stoob (links) lässt sich den Puck vom Gegner nicht abluchsen., Mario Senn (links) und Michel De Martin freuen sich über ein Vikings-Tor. , Lukas Fankhauser (links) und Cyrill Stiefel mit dem Pokal für den Ostschweizer Meistertitel., Eine Welle für den Pokal - und Captain Noel Brunner, der ihn hält.

Archivfoto: David Kündig

Darum haben die Vikings das Messer am Hals

Am 14. März feierten die Dürnten Vikings ihren dritten Ostschweizer Meistertitel. Bisher war für die Vikings nach dem Rauchen der Meisterzigarren jeweils Saisonende.

Neu aber spielen die Gewinner der drei Zweitliga-Regionen den nationalen Meistertitel aus. Den Dürntnern winkt also die Chance, sich zum besten Zweitliga-Team der Schweiz krönen zu können. 

«Die Jungs sind heiss auf mehr.»
Vikings-Trainer Gunnar Hosner

«Nur schon die Möglichkeit, das erste Team zu sein, das diesen Titel gewinnen würde, spornt uns an», sagt Gunnar Hosner. Gesättigt sind die Vikings laut ihrem Trainer, der die Mannschaft zusammen mit Christian Thiemeyer führt, längst noch nicht.

«Wir haben den Ostschweizer Meistertitel immer nur als Zwischenstation deklariert. Die Jungs sind heiss auf mehr.»

Vorsicht vor Statistiken

Nach einigen Tagen, in denen sie in Feierlaune waren, sind die Vikings längst zurück im Meisterschaftsmodus. Was die Dürntner in der Endrunde erwartet, in der die zwei Finalisten ausgespielt werden, können sie lediglich erahnen.

Eine Einschätzung über den Niveauunterschied der drei Zweitliga-Regionen lässt sich nicht machen. Die Coaches der Oberländer Mannschaft haben sich zur Vorbereitung die Statistiken ihrer Gegner Freimettigen (Zentralschweiz) und Star Chaux-de-Fonds zu Gemüte geführt, wobei Hosner sagt: «Damit muss man vorsichtig umgehen.» 
 

Dazu haben sie versucht, an weitere Informationen heranzukommen. Hosners vorläufige Rechercheergebnisse: Freimettigen spiele ein eher körperbetontes, Star Chaux-de-Fonds hingegen ein technisches Hockey. 

Ebenfalls erwähnenswert: Freimettigen holte den dritten Titel in Serie, wobei der unweit von Konolfingen beheimatete Klub die Qualifikation nur als Dritter beendet hatte. Für Star Chaux-de-Fonds war es eine Premiere. Zuvor hatten die Westschweizer drei Playoff-Finals verloren.  

Im Stadion des grossen Bruders  

Der bekannteste Namen im Neuenburger Team ist jener des Trainers. Steve Pochon heisst er und hat einst über 600 Spiele in der zweithöchsten Liga absolviert. Die überwiegende Mehrheit davon beim grossen Bruder des Zweitligisten – dem HC La-Chaux-de-Fonds.

In dessen Stadion trifft Dürnten zum Auftakt der Endrunde am Samstag auch auf Star Chaux-de-Fonds. Am Dienstag empfangen die Oberländer dann zuhause in Bäretswil den SC Freimettigen. 
 

Die Vikings peilen in der Endrunde den 1. Platz an. Damit würden sie sich das Heimrecht für das Endspiel sichern. «Wir wollen die Saison am 30. März zuhause abschliessen. Das wäre ein Riesenhighlight», sagt Hosner.

Anders als in Playoff-Serien lässt sich in diesem Format mit nur zwei Spielen ein Fehltritt kaum wettmachen. Oder wie sich Hosner ausdrückt: «Jeder hat von Anfang an das Messer am Hals.»

Kein Faktor ist für ihn, dass die Teams unterschiedlich viele Playoff-Partien in den Beinen haben. Chaux-de-Fonds hat nur zehn, Freimettigen 13. Die Vikings stehen mit 15 Spielen in diesem Ranking da, wo sie die Saison auch sportlich beenden wollen: ganz zuoberst.
 

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