Vikings mit einer Machtdemonstration zum Titel
Fast zehn Jahre ist es her seit am Schluefweg nach einer Finalserie ein Meistertitel gefeiert werden konnte. Statt den Klotenern stemmten damals aber die Spieler des HC Davos nach einer sogenannten Finalissima vor fast 7000 Zuschauern den Pokal in die Höhe.
Stimmung in der übergrossen Arena
Am Donnerstagabend war es auf Amateurebene mit dem EHC Dürnten Vikings erneut der Gast, der am Ende nach einem ungefährdeten 7:2-Sieg jubelte. Doch auch wenn sich natürlich für den Zweitliga-Final nur einige hundert Fans in der übergrossen Swiss Arena einfanden, sorgten insbesondere die mit Trommeln, Klatschfächern, Fahnen und Wikinger-Hörnern ausgerüsteten Dürntner Anhänger für ziemlich Stimmung und Lautstärke.
Und die Oberländer machten es – obwohl als Qualifikationszweiter aus der schlechteren Position gestartet – gegen den EHC Bassersdorf auch weniger spannend.
Auf dem kürzesten Weg entschieden sie die Finalserie (best-of-5) für sich. Die Vikings sicherten sich damit nach 2015 und 2016 bereits zum dritten Mal den Ostschweizer Meistertitel. Während ein Grossteil der Spieler aber bereits die früheren Erfolge miterlebte, ist der jüngste Triumph für das Trainer-Gespann Gunnar Hosner und Christian Thiemeyer eine Premiere.
Achtung, fertig, los – 2:0
Nachdem die ersten Playoff-Vergleiche (5:3, 2:1) gegen Bassersdorf noch hart umkämpft waren, machten die Vikings gestern kurzen Prozess. «Das war feinstes Dürntner-Playoff-Eishockey», freute sich Coach Hosner zurecht. 94 Sekunden waren erst gespielt, als Michel De Martin den Bassersdorfer Torhüter schlecht aussehen liess – 1:0. Und keine Minute später war der fein freigespielte Loris Voneschen ein zweites Mal erfolgreich.
Bassersdorfs Trainer Patrick Meichtry, selbst mit langer Dübendorfer Vergangenheit, hatte da schon genug gesehen und ersetzte seinen Goalie. An der Spielrichtung änderte der Wechsel aber nichts. Angriffswelle um Angriffswelle rollte unentwegt in die Richtung des Unterländer Tors. Nach dem Startdrittel stand es bereits 4:0 – nach 40 Minuten demütigend 7:0.
«Unsere Batterien waren voll. Die Bassersdorfer waren hingegen nach der harten Halbfinal-Serie über fünf Spiele etwas müde.»
Gunnar Hosner, Trainer EHC Dürnten Vikings
«Unsere Batterien waren voll. Die Bassersdorfer waren hingegen nach der harten Halbfinal-Serie über fünf Spiele etwas müde. Das war schon nach der ersten Partie ersichtlich», meinte Hosner.
Und so verkam der dritte Abschnitt nur noch zum Schaulaufen, in dem sich einzig Torhüter Fabian Ryffel aufgrund eines Schnitzers über den verpassten Shutout ärgern musste. Doch er wird es verschmerzen können.
Gegen die Meister der anderen Regionen
Für die Dürnten Vikings geht es ohnehin weiter. Nach einer kurzen Verschnaufpause wird ab dem 23. März nämlich erstmals der nationale Champion der 2. Liga erkoren. Die Vikings bekommen es dann mit dem Sieger aus der West- (Monthey oder Star Chaux-de-Fonds) und Zentralschweiz (Rheinfelden oder Freimettingen) zu tun.
Besondere Erwartungen auf den Dessert der Saison hat Coach Gunnar Hosner aber nicht. «Wir wollen einfach unser bewährtes Hockey zeigen», betont er.
