Ostermontag im Dübendorfer Chreis. Die Spieler des EHC Wetzikon feiern nach dem 2:1-Sieg gegen den HC Sierre im Exil ihren Schweizermeistertitel in der 1. Liga. Kurz vor Mitternacht verunmöglicht laute Musik in der Garderobe jedes Gespräch.
Aber was soll man auch sagen? Die Bilder sprechen für sich. Spieler, die wie Gummibälle herumspringen und «Meischter, Schwiizer Meischter» johlen. Bier wird herumgespritzt und alle paar Augenblicke schleift eines der Feierbiester den imposanten Pokal hinter sich her. Der eine will mit ihm unter die Dusche, der nächste schleppt ihn vor die Garderobe.
Der Pickel für Hürlimann
Auf dem Boden liegt derweil ein Pickel. Mit diesem zeichnet die Mannschaft jeweils den am härtesten arbeitenden Spieler der Partie aus. Am Montag überreichte man Peter Hürlimann den Pickel – eine logische Wahl, ermöglichte der Stürmer mit seinem Siegtor in der Verlängerung die zweite Meisterfeier innert drei Wochen doch erst.
Wie schon nach dem Gewinn des Ostschweizermeistertitels brockt sie Spielern und dem Staff eine kurze Nacht ein. Trainer Roger Keller jedenfalls bringt es auf nur drei Stunden Schlaf, auch wenn er findet, die erste Feier sei wilder gewesen. «Im eigenen Stadion, mit dem ganzen Drum und Dran, das war spezieller.»

