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«Ich mache sie!» – Hürlimann sagte sein Meistertor an

Der EHC Wetzikon krönt seine starke Saison mit dem Gewinn des Schweizermeistertitels in der 1. Liga. Das Finale gegen den HC Sierre war nervenaufreibend und wurde erst in der Verlängerung durch ein Tor von Peter Hürlimann entschieden. Der Stürmer hielt damit Wort.

Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig) , Der EHC Wetzikon gewinnt den Schweizermeistertitel in der 1. Liga. (Foto: David Kündig)

«Ich mache sie!» – Hürlimann sagte sein Meistertor an

40 Minuten lang lief für den EHC Wetzikon im Final um den Meistertitel in der 1. Liga alles mehr oder weniger nach Plan. Das Team von Roger Keller war vor rund 1200 Zuschauern tonangebend, verpasste es aber nach seinem 1:0, den einen oder anderen Treffer nachzulegen. Das sollte sich rächen. Zu Beginn des dritten Drittels glich der HC Sierre aus und bekam dadurch mächtig Aufwind.

Die Wetziker hatten einige bange Minuten zu überstehen, mussten gar in die Verlängerung – und lagen sich am Schluss dennoch in den Armen.Nach genau 61:54 Minuten beendete Peter Hürlimann die Saison für den EHC Wetzikon auf die bestmögliche Art und Weise. Der Stürmer erzielte das siegbringende 2:1 – wobei die Scheibe aufreizend langsam über die Linie glitt – und machte den EHC Wetzikon damit zum Schweizermeister in der 1. Liga.

Das Tor zum Titel:

 

«Ich habe direkt abgedrückt, der Puck flog über den Schoner des Torhüters», beschrieb Hürlimann die entscheidende Szene. «Das ist unglaublich.» Was noch fast unglaublicher ist: Der EHCW-Stürmer hatte sein Tor vorausgesagt. In der Pause vor der Verlängerung war Hürlimann in der Kabine nämlich vor die Mannschaft getreten und hatte angekündigt: «Jetzt übernehme ich die Verantwortung. Ich mache sie!»

Das Interview der Kollegen von MySports mit Hürlimann:

Gesagt, getan. Und es war ein verdienter Titel für das Team von Trainer Roger Keller. Das zeigt allein ein Blick auf die jüngste Bilanz. Von den letzten 22 Spielen haben die Wetziker deren 21 für sich entschieden – das wichtigste nun am Ostermontag. Schon nach dem Gewinn des Regionalmeistertitels hatte man im EHCW davon gesprochen, nach dem kleinen auch den grossen Pokal anzuvisieren. «Jetzt haben wir das, was wir wollten», sagte Keller. Er gab aber auch zu: «Das Spiel hat Nerven gekostet. Nach der Führung wurden wir zu passiv.» Deswegen habe er der Mannschaft vor der Overtime gesagt: «Wir müssen wieder mit Speed nach vorne spielen und an uns glauben.»

Dem Osternest öfters nahe

So wie das die Wetziker zu Beginn des Finals getan hatten. Der EHCW trat so auf, wie man das von einem Heimteam erwartet. Auch wenn das mit dem Heimteam im Fall der Wetziker natürlich nicht stimmte, da sie wegen ihrer durch die Frühlingsmesse belegten Eishalle ins Exil nach Dübendorf ausweichen mussten.

Das Heft nahmen sie dennoch von Beginn weg resolut in die Hände. Die Oberländer wirkten hellwach, sie waren läuferisch besser als die Gäste und kombinierten sich immer wieder durch die massierte Verteidigung des Gegners. Sie kamen auch zu zahlreichen Chancen. Allein, der EHCW erinnerte ein wenig an ein Kind, das dem versteckten Osternest immer und immer wieder sehr nahe kommt und es vorerst doch nicht findet.

So umspielte Gianni Brandi beispielsweise schon in der vierten Minute bei einem schnellen Gegenstoss den Gäste-Goalie, nur um die Scheibe am leeren Gehäuse vorbeizuschieben. Oder um noch ein zweites Beispiel zu nennen: Kurz nach Spielmitte dribbelte sich Timon Vesely durch Freund und Feind hindurch, vollendete sein Werk aber nicht mit einem Treffer.

Gegentor als Muntermacher

So blieb den Wetzikern trotz immensem Aufwand lange nur ein einziges Tor als Ertrag, jenes von Kevin Eggimann aus der 27. Minute. Er hatte in Überzahl die Abgebrühtheit, die Scheibe um den bereits am Boden liegenden Goalie Anthony Pittolaz zu ziehen und das längst fällige 1:0 zu erzielen.

Das 1:0 für Wetzikon:

Und der HC Sierre? Der fand fast bis zur Spielmitte nur tröpfchenweise statt. Nachdem er beide Begegnungen in der Finalrunde gegen die Wetziker verloren hatte, konzentrierte er sich vorerst darauf, dem Gastgeber möglichst wenig Raum zu geben und ihn weg vom Slot zu halten. Wirklich dezidiert griffen die Gäste erst an, nachdem sie in Rückstand geraten waren. Besonders in ihrem zweiten Überzahlspiel in der Endphase des zweiten Drittels lag der Ausgleich in der Luft. Er fiel zwar nicht, aber war halt trotzdem nur aufgeschoben, denn nach 36 Sekunden im dritten Drittel schloss Marwin El Assaoui einen Konter mit dem 1:1 ab.

Der Ausgleich:

Die Übersicht kurz verloren

Mit dem Ausgleich war der Final neu lanciert. Die bis dahin stilsicheren Wetziker verloren zeitweise die Übersicht, waren plötzlich mit viel mehr Abwehrarbeit beschäftigt als ihnen lieb war. «Nach dem verspielten Vorsprung wurden wir nervös», sagte Vesely hernach. Sierre trat nun viel entschlossener auf. Die Gäste gingen jetzt auch Risiken ein und lancierten Angriff um Angriff. Mehr als einmal standen sie dem Führungstreffer nahe.

Weil auch das Heimteam nach einer schwierigen Phase noch im dritten Drittel den Tritt wieder fand, entwickelte sich zur Freude der Zuschauer ein Schlagabtausch auf hohem Erstliga-Niveau. In der Overtime war dieser dann schnell vorbei – dank Meistermacher Hürlimann.

 

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