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Das sind die Regionalfussball-Awards

18 Teams aus der Region begleiteten wir durch die Saison. Wir ziehen Bilanz – und verteilen Awards.

Jlir Ibrahimi schoss 17 Tore für den FC Wald – die Oberländer Topskorer-Krone muss er sich aber mit einem anderen Spieler teilen. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Das sind die Regionalfussball-Awards

18 Teams aus der Region begleiteten wir durch die Saison. Wir ziehen Bilanz – und verteilen Awards.

Die Auf- und Absteiger

Was lange währt, steigt endlich auf: Zumindest der FC Pfäffikon und der FC Russikon haben eine lange Durststrecke beendet und spielen in der nächsten Saison eine Klasse höher. Den Pfäffikern gelang die Rückkehr in die 2. Liga elf Jahre nach dem Abstieg; die Russiker mussten gleich lange warten, um endlich wieder in die 3. Liga aufzusteigen.

Noch viel spezieller ist die Promotion für die zweite Mannschaft des FC Brüttisellen-Dietlikon. Zwar ist es nicht die Drittliga-Premiere – doch als das Brüttiseller «Zwei» letztmals auf dieser Stufe spielte, war die Ligastruktur noch eine andere, damals gab es die 2. Liga interregional noch nicht.

Mit Abstiegsfrust endete die Saison für vier Teams aus unserem Einzugsgebiet: Der FC Dübendorf verliert seinen Platz in der Interregio nach drei Saisons, der FC Mönchaltorf steigt ein Jahr nach dem Aufstieg in die 3. Liga schon wieder in die 4. Liga ab. Und bei den Frauen ist das Abenteuer 1. Liga für den FC Effretikon ebenso vorbei wie die Zweitliga-Zugehörigkeit des FC Volketswil.

Der Torjäger-Award

Die Oberländer Topskorer-Krone geht an zwei Exponenten der beiden FCW: Jlir Ibrahimi vom FC Wald und Dion Sylai vom FC Wetzikon. Je 17 Tore schossen die beiden für ihre Klubs und setzten sich damit vor dem Brüttiseller Antonio Kaba Mangrei durch, der 14 Treffer erzielte. Mangrei war übrigens vor zwei Jahren mit 31 Treffern der Oberländer Topskorer, letztes Jahr wurde diese Ehre dem Gossauer Riley Christen mit 28 Treffern zuteil. Heuer schaffte es seit Längerem erstmals niemand, auf mehr als 20 Tore zu kommen. Vorbei die Zeiten, als die Rütner Syla-Brüder Jahr für Jahr die Torgaranten im Oberland waren. Sie sind es zwar immer noch – aber nicht mehr in der Region, sondern beim FC Weesen in der 2. Liga interregional: Dort schoss Taulant Syla 26 Tore und Edison Syla 25.

Der Sesselkleber-Award

Zugegeben, der Titel ist etwas fies. Denn es ist ja nicht unbedingt negativ, wenn ein Trainer besonders lange im Amt ist. Gerade im Fussball, wo der Trainer auch auf regionaler Amateurstufe oft das schwächste Glied in der Kette ist, ist personelle Konstanz an der Seitenlinie auch ein Qualitätsmerkmal. Beim FC Gossau hat man sich das offensichtlich auf die Fahne geschrieben: Seit sechseinhalb Jahren ist Andreas Häsler schon für das Fanionteam verantwortlich – das ist ein Oberländer Bestwert.

Der Steigerungs-Award

Kein anderes Team hat sich im Verlauf der Saison so sehr gesteigert wie der FC Hinwil. In der Vorrunde gehörten die Hinwiler mit 0,91 Punkten pro Partie noch zu den schwächsten Teams aus der Region. Im neuen Jahr dann drehten sie massiv auf: 2 Punkte holten sie im Schnitt pro Spiel. Damit war der FCH zwar nicht das beste Rückrundenteam; diese Krone gehört dem FC Pfäffikon mit 2,82 Punkten pro Partie. Doch eine vergleichbare Entwicklung legte kein anderes Team hin.

Der Absturz-Award

Vor der Saison gehörte er zu den meistgenannten Aufstiegsfavoriten und gab sogar selber zu, vorne zumindest ein Wörtchen mitreden zu wollen. Das tat der FC Volketswil tatsächlich einige Runden lang. Doch dann gings abwärts. 1,64 Punkte holte der FCV pro Spiel in der Vorrunde, in der Rückrunde war es noch genau ein Punkt pro Partie im Schnitt. Stärker sank die Ausbeute bei keinem anderen Team.

Der Offensivpower-Award

Nein, diese Krone gehört nicht Aufsteiger Pfäffikon, sondern den Frauen des FC Uster. 57 Tore schossen sie in 21 Spielen, das sind 2,71 Treffer pro Partie. Zwar schoss der FCP insgesamt ein Tor mehr als die Ustermerinnen, aber er trug auch ein Spiel mehr aus. Und Zweitligist Wald traf ebenfalls 57-mal – benötigte dafür aber 26 Spiele.

Der Torflaute-Award

13 Spiele ohne eigenen Torerfolg, davon sechs in Serie – die Frauen des FC Effretikon haben eine ernüchternde Saison hinter sich. In mehr als der Hälfte ihrer 22 Spiele gab es nur für den Gegner einen Treffer zu bejubeln. Nur 13 Tore schoss der FCE insgesamt – 0,59 pro Spiel im Schnitt. Auch das ist ein Negativrekord – und nur die Frauen des FC Volketswil haben ebenfalls weniger als ein Tor pro Spiel erzielt (0,95). Und noch ein Negativrekord: 17 Spiele in Serie hat der FC Effretikon nicht gewonnen.

Der «Die Null muss stehen»-Award

Der FC Pfäffikon führt in ganz vielen Statistiken – wir geben ihm den Award für einen der eindrücklichsten Werte: In 15 seiner 22 Partien blieb der FCP ohne Gegentreffer. Und zum Saisonende, als es um die Wurst respektive den Aufstieg ging, liess er gar nichts mehr anbrennen: In den letzten sechs Spielen stand die Null in Serie. Kein anderes Team aus der Region konnte den Pfäffikern diesbezüglich auch nur annähernd das Wasser reichen. Die nächstbesten Teams sind der FC Wetzikon und der FC Uster, die beide in acht Spielen ohne Gegentor blieben.

Der Heimstärke-Award

26 Punkte, nur eine Niederlage (gegen den späteren Aufsteiger): Die Heimbilanz von Zweitliga-Neuling FC Wald lässt sich sehen. Die Laupenstrasse entpuppte sich wie schon eine Liga tiefer erneut als quasi uneinnehmbare Festung. Auswärts aber lief es den Waldern gar nicht. Nur 10 Punkte holten sie in der Fremde – grösser war der Unterschied in der Punkteausbeute bei keinem anderen Team.

Der Auswärtsfahrer-Award

Das Gegenstück zum FC Wald ist Drittliga-Neuling FC Maur. Er holte auswärts 19 Punkte (1,58 pro Spiel), daheim hingegen nur vier (0,40). Ausgerechnet die Maurmer, die doch auf dem «schönsten Platz der Schweiz» spielen, wie sie die Anlage auf der Looren auf ihrer Website bezeichnen. Die Aussicht von dort ist tatsächlich eindrücklich – und die Aussicht auf Punkte war für die Gäste jeweils auch sehr toll.

Der Effizienz-Award

Und schon wieder kommt der FC Maur zum Handkuss: Die Maurmer haben zwar nur 22 Tore erzielt – also exakt eines pro Partie –, damit aber ganze 23 Punkte geholt. Ein Treffer brachte im Schnitt also etwas mehr als einen Punkt ein. Ob die Maurmer auch so effizient mit ihren Torchancen umgegangen sind, lässt sich nicht eruieren – im Amateurfussball werden solche Daten nicht erhoben.

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