Der Präsident, der aneckte – und blieb
Ende einer Ära
Nach 20 Jahren an der Spitze des FC Dübendorf beginnt für Markus Herzog ein neuer Abschnitt. Er prägte den Verein mit klaren Worten, Verbundenheit und dem Blick fürs Detail.
Nach 20 Jahren hat Markus Herzog das Präsidentenamt beim FC Dübendorf abgegeben. Am Tag nach der Generalversammlung steht er auf der Zelgli-Sportanlage und richtet seinen Blick auf die Spielfeldlinien des Hauptplatzes. Statt leuchtend weiss wirken sie eher grün. Der 59-Jährige zückt sein Handy und macht Fotos. «So sollte das eigentlich nicht aussehen», sagt er. Die Szene dauert nur wenige Sekunden. Sie verrät aber viel über Herzog. Sein Blick fürs Detail ist auch nach dem Rücktritt nicht verschwunden.
Auf dem Zelgli gehörte Herzog fast zum Inventar. Vor jedem Heimspiel klatschte er die Spieler des Fanionteams ab, ehe sie den Platz betraten. Während der Partie sass er meist auf einem Gartenstuhl vor dem Garderobentrakt, oft mit einer Zigarre in der Hand und den Blick auf das Spielfeld gerichtet. Wer den FC Dübendorf regelmässig verfolgte, wusste: Dort sitzt der Präsident.


