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Schwacher Lohn im Abstiegskampf

Es ist zum Verzweifeln für Greifensee

Der FC Greifensee nutzte beim Zweitliga-Derby in Gossau viele Chancen nicht und musste sich mit einem 1:1 begnügen.

Wieder vergeben: Greifensees Pascal Unholz kann es nicht fassen.

Foto: Christian Merz

Es ist zum Verzweifeln für Greifensee

Schwacher Lohn im Abstiegskampf

Der FC Greifensee nutzte beim Zweitliga-Derby in Gossau viele Chancen nicht und musste sich mit einem 1:1 begnügen.

So einig sind sich zwei Trainer nach einem Derby selten. «Den verpassten Sieg haben wir uns selbst zuzuschreiben», sagte Greifensees Coach Simon Schaich nach dem 1:1 im Zweitliga-Duell auswärts gegen den FC Gossau. Dessen Trainer pflichtete ihm bei: «Wenn die Greifenseer derart viele Gelegenheiten auslassen, müssen sie sich an die eigene Nase fassen.»

Während die im Niemandsland der Tabelle platzierten Gossauer mit dem Punktgewinn nicht nur aufgrund des deutlichen Chancenverhältnisses sehr gut leben konnten, wiegen die entgangenen Zähler für den FC Greifensee schwer. Er liegt vier Runden vor Schluss nämlich nur noch dank der geringeren Anzahl Strafpunkte über dem Strich.

«Werden den Abstieg erneut abwenden»

Darüber, dass die notorisch abstiegsgefährdeten Greifenseer den Ligaerhalt trotzdem auch diesmal schaffen werden, herrscht ebenfalls Konsens unter den beiden Coaches. Wenn seine Mannschaft sich in den restlichen Partien ähnlich viele Tormöglichkeiten herausspiele wie gegen Gossau, sei er zuversichtlich, sagt Schaich. «Denn es ist schlicht unmöglich, dass dann wieder nur einer reingeht wie heute.»

Derweil lobt Andreas Häsler das Innenleben der Greifenseer Mannschaft. «Ihr Charakter ist so geformt, dass sie sich gegen das Unheil stemmen und den Fall in die 3. Liga erneut abwenden wird.»

Greifensee vergibt Chancen en masse

Dass sie gewappnet sind für den Abstiegskampf, bewiesen die Greifenseer auch im Derby, obwohl dieses für einmal nur bezüglich Lufttemperatur hitzig war. Die Intensität und die Aggressivität hielten sich wohl auch deshalb in Grenzen. Die Gossauer erwischten den besseren Start und gingen nach einem Freistoss durch Michael Dörig früh in Führung. Danach waren bis zur Pause fast nur noch die Gäste im Ballbesitz, was nach einer knappen halben Stunde in den Ausgleich mündete, den Alec Wegmann erzielte.

Weit krasser war das Chancenplus zugunsten der Greifenseer in der zweiten Hälfte, in der diese mindestens ein halbes Dutzend hochkarätige Gelegenheiten verstreichen liessen. Besonders tat sich dabei der junge Gossauer Keeper David Kühne hervor, der den Rückstand mit starken Interventionen mehrmals verhinderte. Am Ende hätte das Heimteam, das nach der Pause wie Greifensee einen Pfostenschuss beklagte, mit etwas mehr Cleverness bei seinen Gegenstössen gar noch gewinnen können.

«Aber das wäre natürlich völlig unverdient gewesen», sagt Häsler, laut dem in diesem Spiel offensichtlich war, «dass es für die eine Mannschaft noch um einiges mehr ging als für die andere.»

Wald und Brüttisellen punkten

Der FC Wald feierte auswärts gegen den Tabellendritten Herrliberg einen überraschenden 3:2-Erfolg, dank dem der Ligaerhalt immer realistischer wird.

Die Oberländer lagen zwar nach einem frühen Gegentreffer und einem Eigentor 0:2 im Hintertreffen. Patrik Juric brachte den FCW kurz vor der Pause aber unverhofft ins Spiel zurück. Und nachdem die Herrliberger zu Beginn des zweiten Abschnitts das dritte Tor verpasst hatten, schlugen die Walder gleich zweimal zu. Erst traf Alexander Jetzer zum Ausgleich, und kurz darauf verwandelte Jlir Ibrahimi einen an Jetzer verschuldeten Penalty. Den knappen Vorsprung verteidigten die Gäste mit grossem Kampf und etwas Glück – die Herrliberger trafen unter anderem noch den Pfosten – bis zum Schluss.

Der FC Brüttisellen-Dietlikon hingegen blieb zum achten Mal in Serie ohne Sieg und liegt neu unter dem Strich. Das 1:1 gegen den Zweitplatzierten Veltheim ist zwar als Erfolg zu werten, zumal die Brüttiseller einen Rückstand aufholten. Hätte der FCB in der ersten Halbzeit nicht den mittlerweile üblichen Chancenwucher betrieben, wäre allerdings auch ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.

Gossau - Greifensee 1:1 (0:0). – Tore: 8. Dörig 1:0. 25. Wegmann 1:1.

Herrliberg - Wald 2:3 (2:1). – Tore: 9. Brauchli 1:0. 41. Bondarenko (Eigentor) 2:0. 45. P. Juric 2:1. 49. Jetzer 2:2. 52. Ibrahimi (Foulpenalty) 2:3.

Brüttisellen-Dietlikon - Veltheim 1:1 (0:0). – Tore: 35. Surlici 0:1. 47. Buanda 1:1.

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