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Zweitliga-Fussball

Nur Gossau feiert einen Sieg

Eine späte Entscheidung, viele verpasste Chancen – und eine Serie, die weitergeht: So verlief die Zweitliga-Runde für die Oberländer Teams.

Manuel Kriz war mit seinem späten Tor der Matchwinner für Gossau. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Nur Gossau feiert einen Sieg

Zweitliga-Fussball

Eine späte Entscheidung, viele verpasste Chancen – und eine Serie, die weitergeht: So verlief die Zweitliga-Runde für die Oberländer Teams.

Gossau siegt in letzter Minute

Der FC Gossau zeigte sich von der Klatsche gegen Leader Veltheim gut erholt und feierte beim 2:1 gegen Phönix Seen den dritten Sieg aus den letzten vier Partien. Gegen die Winterthurer, gegen die der FCG in der Vergangenheit oft Mühe bekundet hatte, zeigten sich die Gossauer von Beginn weg auf der Höhe ihrer Aufgabe. Sie führten spielerisch die etwas feinere Klinge als das Heimteam, das vor allem mit langen Bällen auf ihre grossen Angreifer operierten. Zu Gelegenheiten kamen beide Mannschaften, wenn auch nicht zu zwingenden.

Nach der Pause ging der FCG in Führung, als Michael Coutinho ein gekonntes Steilzuspiel von Manuel Kriz verwertete. In der Folge gingen die Winterthurer noch offensiver zu Werke und Gossau kam zweimal nur knapp um den Ausgleich herum. Erst traf Phönix nur die Latte und danach wehrte FCG-Torhüter David Kühne gut ab. Nachdem Nicolas Leuenberger alleine vor dem gegnerischen Tor den zweiten Treffer für Gossau verpasst hatte, glich das Heimteam dann aber doch aus. Die letzten Minuten wurden für die Oberländer gegen den Angstgegner zur Zitterpartie, in der sie mit einem Punkt wohl bereits zufrieden gewesen wären. Doch dann verwandelte Kriz einen Freistoss auf sehenswerte Weise und sicherte dem FCG in der 90. Minute gar doch noch den Sieg.

Phönix Seen - Gossau 1:2 (0:0). – Tore: 55. Coutinho 0:1. 76. 1:1. 90. Kriz 1:2.

Greifensee nicht belohnt

Keine Punkte gab es für den FC Greifensee gegen Stäfa. Der abstiegsgefährdete FCG verlangte dem Zweitplatzierten Stäfa zwar alles ab, musste sich am Ende aber dennoch 0:2 geschlagen geben. Das Heimteam fand sehr schnell ins Spiel und hätte schon früh vorlegen können, als Tobias Niklaus nur die Latte traf. Auch danach waren die Greifenseer häufiger im Ballbesitz, allzu gefährlich wurden sie dabei aber nicht mehr. Die favorisierten Gäste kamen dem Greifenseer Tor vor allem bei Eckbällen nahe, von denen sie allerdings gleich mehrere schlagen konnten.

Nach der Pause verlor der FCG kurzzeitig etwas den Faden, was jedoch ohne Folgen blieb. In Rückstand gerieten sie erst, als sie sich eigentlich wieder gefangen hatten. Dabei war Innenverteidiger Patrick Ley eine Flanke derart unglücklich ans Schienbein gesprungen, dass sie direkt auf dem Kopf eines Stäfners landete. Die Greifenseer gaben sich zwar beileibe nicht geschlagen und kamen in den Schlussminuten zu mehreren hochkarätigen Ausgleichchancen. Ins Tor trafen nach einem Konter tief in der Nachspielzeit aber nurmehr die Gäste.

Greifensee - Stäfa 0:2 (0:0). – Tore: 60. Saethre 0:1. 94. Revel 0:2.

Wald punktet verdient

Der FC Wald hat seine bald zweijährige Ungeschlagenheit in Sonntags-Heimspielen auch beim 1:1 gegen den starken FC Glattbrugg gewahrt. Allerdings hätten die Walder sogar als Sieger vom Platz gehen können. Etwa wenn Ramon Marcon in der letzten Aktion der Partie alleine vor dem gegnerischen Tor reüssiert hätte. Oder wenn Jlir Ibrahimi nach einer Stunde seinen zweiten Penalty ebenso souverän verwertet hätte wie den ersten und die Führung zum 2:0 ausgebaut hätte. Stattdessen schafften die Gäste praktisch im Gegenzug den Ausgleich und waren bis zum Schluss die gefährlichere Mannschaft.

Das Schicksal, das die Walder vor Kurzem in Küsnacht ereilt hatte, als sie nach Führung und verschossenem Penalty noch verloren hatten, blieb ihnen diesmal aber erspart. Der Punktgewinn war allemal verdient für den FCW, hatte er doch vor allem bis zur Pause viele gute Aktionen. Ausser dem verwandelten Handelfmeter wollte ihm jedoch kein Tor gelingen, da die letzte Entscheidung meistens die falsche war oder die Konsequenz fehlte.

Wald - Glattbrugg 1:1 (1:0). – Tore: 10. J. Ibrahimi (Handspenalty) 1:0. 61. R. Ibrahimi 1:1.

Brüttisellen verliert gegen den Letzten

Der FC Brüttisellen-Dietlikon hat sich für die 0:8-Klatsche gegen Herrliberg nicht rehabilitieren können. Im Gegenteil: Er verlor gegen Schlusslicht Beringen 2:3 und ist somit schon seit fünf Partien sieglos.

Zwingend war die nächste Niederlage für die Brüttiseller wahrlich nicht. Sie waren von Beginn weg spielbestimmend und gingen dank eines Treffers von Ali Aliji auch früh in Führung. Auf den Ausgleich, der seinen Ursprung in einem zu kurz geratenen Rückpass gehabt hatte, reagierte Nour Dekhili noch vor der Pause mit dem 2:1.

Diesen Vorsprung hätte der FCB im zweiten Abschnitt erhöhen müssen, doch vergaben vor allem Antonio Kaba Mangrei und Dekhili die besten Chancen. Dieses Versäumnis bestrafte Ex-Profi Gianluca Frontino prompt, indem er innert weniger Minuten für Beringen gleich zweimal traf. Bis zum Schluss hatten die Brüttiseller noch einmal reichlich Gelegenheiten, um das Ergebnis zu korrigieren. Doch sie trafen kein einziges Mal mehr und bescherten den Gästen so den ersten Sieg im neuen Jahr.

Brüttisellen-Dietlikon - Beringen 2:3 (2:1). – Tore: 15. Aliji 1:0. 29. 1:1. 41. Dekhili 2:1 64. Frontino 2:2. 69. Frontino 2:3.


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