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Eiszeit zwischen Trainern

Schadenfreude inklusive: Gossau ringt Brüttisellen nieder

Der FC Gossau schlägt Brüttisellen-Dietlikon dank eines späten Treffers 2:1 – für FCG-Coach Andreas Häsler «ein besonders schöner Sieg». Niederlagen gibt es für Wald und Greifensee.

Jonas Müller setzte gegen Brüttisellen-Dietlikon mit seinem Penaltytor zum 2:1 in der 94. Minute den späten Schlusspunkt.

Foto: Christian Merz

Schadenfreude inklusive: Gossau ringt Brüttisellen nieder

Eiszeit zwischen Trainern

Der FC Gossau schlägt Brüttisellen-Dietlikon dank eines späten Treffers 2:1 – für FCG-Coach Andreas Häsler «ein besonders schöner Sieg». Niederlagen gibt es für Wald und Greifensee.

Dass die Trainer Gossaus und Brüttisellens das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, ist bekannt. Auch im jüngsten Duell zwischen ihren Zweitliga-Teams würdigten sie sich keines Blickes. FCG-Coach Andreas Häsler hat noch nicht vergessen, dass ihm Zahir Idrizi einst Realitätsverlust vorgeworfen und sein Fachwissen angezweifelt hatte.

Es schwang jedenfalls eine Menge Schadenfreude mit, als Häsler, der als Spieler und Trainer mehrere hundert Partien miterlebt hat, nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft von «einem der schönsten Siege» sprach. So denkwürdig war dieser nämlich nun auch wieder nicht – auch wenn er erst dank einem Treffer in der Nachspielzeit zustande kam.

Zwei Männer auf verschiedenen Bildern. Einer lamentiert, einer klatscht.
Sie haben sich nichts zu sagen: Zahir Idrizi (links) und Andreas Häsler. (Archiv)

Schon der Start in die Partie war den Gossauern besser geglückt; allerdings ohne dass sich dies im Ergebnis niedergeschlagen hätte. FCB-Trainer Idrizi beklagte zwar einen «glasklaren Penalty», der nicht gegeben wurde. Ansonsten waren es aber die Gossauer, die dem ersten Tor näherkamen.

Die besten Chancen vergaben Manuel Kriz sowie Riley Christen, der solo scheiterte. Danach entwickelte sich eine ziemlich zerfahrene Partie mit vielen langen Bällen, die auch aufgrund von teils sturmartigen Böen wiederholt allzu lange gerieten. Nur kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich, als Guillermo Luchsinger nach einem Querpass Jonas Müllers das leere Tor verfehlte.

Das Geschenk des Torhüters

In der zweiten Hälfte gingen die Gäste mit ihrer ersten und einzigen echten Möglichkeit in Führung, als Christian Buanda nach einem Steilpass erfolgreich war. Dank FCB-Keeper Yanick Hirzel, der den Ball, statt ihn wegzuschlagen, direkt in die Füsse Christens spielte, fanden die Oberländer jedoch wieder in die Partie zurück. Gossaus Topscorer liess sich jedenfalls nicht zweimal bitten und glich die Partie aus.

In der Folge wollte das Heimteam den Sieg eindeutig mehr und wurde dafür tief in der Nachspielzeit mit einem Penalty belohnt, den Jonas Müller zum 2:1 verwertete.

Idrizi attestierte seinen Schützlingen zwar, wiederum «als Mannschaft aufgetreten» zu sein und hätte ein Unentschieden für das gerechte Ergebnis gehalten, da sie die Partie bis zum Ausgleich unter Kontrolle gehabt hätten. Gleichzeitig bekannte er aber, dass seine Mannschaft, die unter anderem ohne ihren verletzten besten Torschützen Antonio Kaba Mangrei auskommen musste, in der Angriffszone zu zögerlich agiert habe.

Vielleicht fehlten den Brüttisellern auch die Impulse ihres temperamentvollen Trainers, der nach vier gelben Karten gesperrt war und keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen durfte. Positioniert hatte sich der FCB-Coach laut Häsler im Übrigen «provokativ in der Nähe von uns», was dieser selbstredend bestritt. Er habe sich ja weit entfernt von der eigenen Bank aufhalten müssen, sagte Idrizi. «Und irgendwo musste ich an diesem kleinen Platz ja stehen.»

Niederlagen für Wald und Greifensee

Der FC Wald hat es verpasst, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu distanzieren. Er ging beim Tabellenvorletzten Küsnacht dank eines Treffers von Ramon Marcon zwar in Führung. Unmittelbar nach der Pause verschossen die Walder aber einen Penalty. Und als sie in der danach ausgeglichenen Partie den Ausgleich kassierten, verloren sie den Faden und mussten sich schliesslich 1:3 geschlagen geben.

Nicht besser ging es dem FC Greifensee, der Phönix Seen in einer schwachen Partie 0:1 unterlag. Nach einer ersten Hälfte zum Vergessen war er im zweiten Abschnitt zwar bemüht. Weil den Greifenseern aber auch in dieser kaum etwas gelang und die Gäste mit ihrem einzigen Torschuss überhaupt erfolgreich waren, vermochten sie die Niederlage nicht verhindern und verbleiben weiter unter dem Strich.

Gossau - Brüttisellen-Dietlikon 2:1 (0:0). – Tore: 55. Buanda 0:1. 78. Christen 1:1. 94. Müller (Foulpenalty) 2:1.
Küsnacht - Wald 3:1 (0:1). – Tore: 22. Marcon 0:1. 70. Frei 1:1. 84. Spiniello 2:1. 85. Welti 3:1.
Greifensee - Phönix Seen 0:1 (0:0). – Tor: 59. von Arx 0:1.

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